Bauernbund-Direktoren: Kürzung bei Bauern-Geldern sägt Versorgungsast ab

Versorgungssicherheit Österreichs nicht durch Sparvorhaben aufs Spiel setzen

Wien (OTS) - "Es muss endlich Schluss sein mit den Angriffen auf österreichische Bauernfamilien. Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten wertvollste Arbeit für die Allgemeinheit. Den Staatshaushalt können wir nur sanieren, wenn alle zusammenstehen, Solidarität zeigen und einen Beitrag leisten", wiesen heute die Mitglieder der Bauernbund-Direktorenkonferenz jene Klassenkampf-Töne, die in den letzten Tagen und Wochen von SPÖ und Arbeiterkammer angestimmt wurden, auf das Schärfste zurück.

"Die Bäuerinnen und Bauern tragen Verantwortung für die Versorgungssicherheit und gepflegte Landschaften in ganz Österreich. Umfragen bestätigen das hohe Konsumentenvertrauen in heimische Produktion und höchste Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft. Es wäre grob fahrlässig, in die Wirtschaftsfähigkeit der bäuerlichen Betriebe einzuschneiden. Denn derartige Einschnitte sägen am Ast, auf dem ganz Österreich sitzt", stellten die Direktorinnen und Direktoren bei einer Klausur in Wals bei Salzburg unisono fest.

"Bäuerliche Betriebe brauchen Planungssicherheit und Liquidität, damit sie weiterhin investieren und ihrer Arbeit nachkommen können", warnte Bauernbund-Direktor Johannes Abentung vor industrieller Lebensmittelproduktion und internationalem Agrar-Business. Die Versorgung mit regional produzierten Lebensmitteln müsse in Zeiten wachsenden Bedarfs durch regionale Produzenten sichergestellt sein.

Solidarität nicht einseitig aufkündigen

"Die Bauern sind bereit zur Solidarität, diese darf aber nicht einseitig permanent in Frage gestellt werden. In einem Klima böswilliger Anschuldigungen bringen wir keinen Budgetentwurf zustande, der am Ende von allen Gruppen getragen werden muss", appellierten die Bauernbund-Führungskräfte für ein sachliches Verhandlungsklima.

"Wir bekennen uns als staatstragende Organisation, die sich dafür einsetzt, dass flächendeckende Landwirtschaft in Österreich auch in Zukunft gelebt wird, zu nachhaltiger Budgetpolitik. Gemeinsam mit vielen Bürgermeistern der ländlichen Gemeinden kümmert sich der Bauernbund hauptverantwortlich um die Gestaltung und den Erhalt eines lebendigen, ländlichen Raumes. Arbeitsplätze, Kaufkraft und Wertschöpfung hängen von vitalen ländlichen Räumen ab. Durch einseitige Budgetschnitte darf weder die Versorgungssicherheit noch die Vitalität des ländlichen Raumes aufs Spiel gesetzt werden", hielten die Direktoren des Bauernbundes abschließend fest. (Schluss)

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