ÖAMTC: Kältewelle lässt Stresspegel der Verkehrsteilnehmer steigen (Teil 2)

Extreme Wetterbedingungen führen zu Stimmungstief und erhöhen Aggressionspotenzial

Wien (OTS) - Das eisige Winterwetter macht derzeit vielen Österreichern zu schaffen. Auch im Straßenverkehr führt die sibirische Kälte zu Beeinträchtigungen. Aufgrund winterlicher Wetterverhältnisse kann es zu einer stark eingeschränkten Sicht kommen. Eisiger Wind verschärft für Fußgänger und Radler das Vorankommen. Zusätzlich setzen glatte Straßen sowie Schneefahrbahnen den Autofahrern zu. "Die Kombination dieser Faktoren stellte eine große Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmer dar", weiß die ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

Zu den ohnehin gefährlichen Ausgangsbedingungen gesellen sich die psychologischen Auswirkungen der Kältewelle. "Das eisige Wetter trübt die Stimmung vieler Verkehrsteilnehmer", erklärt die Clubexpertin. Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel müssen aufgrund der Wetterbedingungen Verspätungen oder Ausfälle in Kauf nehmen. "Längere Wartezeiten steigern die Ungeduld und das Aggressionspotenzial. Der Stresspegel wird deutlich erhöht", erklärt Seidenberger. Auch Autofahrern macht die extreme Kälte zu schaffen. Ehe man sich in das eiskalte Auto setzen kann, stehen zunächst Eiskratzen und Schneeschaufeln an. "Diese Tätigkeiten werden als lästig und zeitraubend empfunden. Solch ein Start in den Tag führt bei vielen Personen zu schlechter Laune", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

Viele Personen neigen prinzipiell zu Winterdepression. Den Betroffenen machen die kurzen, dunklen Tage und der Mangel an Licht zu schaffen. Müdigkeit, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit sind die Folgen. Gepaart mit der derzeitigen extremen Kälte kann sich diese Neigung noch stärker auswirken. "Die negative Stimmung kann die Konzentration schwächen, die Reaktionszeit verlängern und die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ablenken", warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Die Clubexpertin rät, sich ausreichend gegen die Kälte und ein drohendes Stimmungstief zu wappnen. Anfahrtszeiten sollten großzügig geplant werden, um durch eventuelle Staus nicht in Stress zu geraten. "Regelmäßige Fahrpausen helfen, die Konzentration zu bewahren", weiß die ÖAMTC-Expertin.

Außerdem sollte man beachten: Dicke Winterjacken verhindern das richtige Funktionieren des Sicherheitsgurts, weil dieser nicht straff genug am Körper anliegt. Da man bei sibirischer Kälte jedoch schlecht auf eine warme Jacke verzichten kann, lautet der Tipp der ÖAMTC-Expertin: "Die Jacke ein Stück hochziehen und den Gurt direkt am Bauch anlegen."

(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefanie Bauer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002