Temperaturen bis zu minus 20 Grad heizen ÖAMTC-Pannenfahrern ein (Teil 1, + Foto)

Einsätze der ÖAMTC-Notarzthubschrauber durch Kälte nicht beeinträchtigt

Wien (OTS) - Die sibirische Kälte hat Europa derzeit voll im
Griff. Auch in weiten Teilen Österreichs wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Temperaturen um minus 20 Grad gemessen. "Seit heute Früh herrscht bei den ÖAMTC-Pannenfahrern Hochbetrieb. Insbesondere in den östlichen Bundesländern haben sich die Einsatzzahlen verdreifacht", berichtet Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe. "Diese Entwicklung hat sich bereits gestern abgezeichnet. In der Nacht sind die Temperaturen dann nochmals deutlich gesunken."

Erwartungsgemäß laufen seither die Telefonleitungen der ÖAMTC-Notrufzentrale heiß, die Gelben Engel verzeichnen seit den frühen Morgenstunden allein in Wien rund 130 Einsätze pro Stunde. Erfahrungsgemäß wird sich diese Zahl noch steigern, weil das Verkehrsaufkommen zwischen 10 und 15 Uhr meist am größten ist. "Die meisten Autofahrer bleiben wegen saftloser Batterien hängen. Trotz aller Warnungen wurden offenbar viele Fahrzeuge nicht ausreichend auf die Kälte vorbereitet", erklärt der ÖAMTC-Experte. Manche Lenker benötigen sogar zweimal pro Tag die Hilfe des Clubs. "Es kommt immer wieder vor, dass die Leute vergessen, nach der Starthilfe noch mindestens eine Stunde zu fahren, damit die leere Batterie wieder geladen wird", schildert Samek.

Trotz der Kälte müssen ÖAMTC-Mitglieder nicht wesentlich länger als gewöhnlich auf die Hilfe der Gelben Engel warten. Die Mannschaften wurden vorsichtshalber österreichweit aufgestockt. "Derzeit befinden sich alle verfügbaren Pannenfahrer in erhöhter Bereitschaft, damit allen betroffenen Autofahrern so schnell wie möglich geholfen werden kann", erklärt der ÖAMTC-Experte.

Notarzthubschrauber des ÖAMTC sind winterfit

Autofahrer bereiten ihre Fahrzeuge am besten mit dem ÖAMTC-Wintercheck auf winterliche Bedingungen vor. Für die Notarzthubschrauber des Clubs muss auf dieses Angebot jedoch nicht zurückgegriffen werden. "Die Hubschrauber des ÖAMTC brauchen eigentlich keine spezielle Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit", erklärt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "Auf Grund ihres breiten Einsatzspektrums sind die ÖAMTC-Notarzthubschrauber 365 Tage im Jahr auf Eis, Schnee und Kälte vorbereitet." Denn auch im Sommer müssen die gelben Hubschrauber immer wieder Einsätze in hochalpinen Regionen und in Gletscherschi-Gebieten fliegen. "Da auch im Sommer die Temperaturen bei Schlechtwetter sehr schnell fallen können, gibt es von technischer Seite so gut wie keine speziellen Vorbereitungen auf die Wintersaison", erklärt Kraxner. "Die verwendeten Öle sind bis minus 35 Grad einsetzbar und auch dem Treibstoff müssten erst bei minus 30 Grad spezielle Additive beigemischt werden. Einzig die verwendeten Medikamente müssen eine bestimmte Temperatur haben und werden daher im Winter gewärmt."

Ein Zugeständnis wird in der Flugrettung jedoch an den Winter gemacht. So wie bei jedem Auto, werden auch dem ÖAMTC-Hubschrauber "Winterreifen" angelegt. "Dabei handelt es sich um breitere Auflagen an den Kufen, die das Einsinken in lockerem Schnee verhindern", erläutert der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.

(Forts.)

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