• 01.02.2012, 12:56:28
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Tamandl zu Arbeitsmarktdaten: "Reden wir Klartext, Herr Tumpel!"

Tumpel übernimmt ÖAAB-Forderung

Wien (OTS) - "Als zahn- und gesichtslos", bezeichnet Gabriele
Tamandl die heutigen Aussagen von Arbeiterkammerpräsident Tumpel zu
den aktuellen Arbeitsmarktdaten. "Tumpel spricht die Verantwortlichen
für die Arbeitsmarkmisere in Wien wieder einmal nicht direkt an",
kritisiert die Vorsitzende der ÖAAB-FCG Fraktion in der Wiener
Arbeiterkammer.

Abgekupfert
Abschreiben könne Tumpel jedoch gut: "Die einzig konkrete Forderung,
die Tumpel formuliert, sind Umschulungen für Arbeitnehmer, die in
absehbarer Zeit, ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben können. Zum
Beispiel wird ein Fliesenleger aus körperlichen Gründen seinen Beruf
nicht bis zur Pensionierung ausüben können. Hier muss das AMS endlich
früher tätig werden", erneuert Tamandl die Forderung der schwarzen
Arbeitnehmervertreter.

Klassenkampf
Es freue sie aber, betont Tamandl, dass der AK-Präsident seine
Sprache wieder gefunden hätte. "Die stetig steigenden Gebühren in
Wien waren Tumpel kein Wort wert", stellt Tamandl fest. Und hier
setzt der nächste Kritikpunkt an: "In der Arbeiterkammer wird das
Wort Klassenkampf groß geschrieben. Dass Belastungen für die Wiener
Unternehmen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen müssen,
scheint dem Präsidenten nicht klar zu sein", so Tamandl. Sie fordere
in der Debatte etwas mehr Vernunft und Augenmaß ein.

Leiharbeit
Auch in Sachen Leiharbeitsfirmen solle Tumpel Klartext reden. "Die
Stadt Wien und deren nahestehende Betriebe bedienen sich der
Leiharbeit in großem Stile. Wenn es Tumpel ein echtes Anliegen wäre,
diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schützen, dann wäre wohl
ein klärendes Gespräch mit seinen Parteifreunden in Wien angebracht",
so Tamandl weiter. "Egal ob Arbeitslosigkeit oder Leiharbeit - die
Verantwortlichen kennt Tumpel sehr genau."

Personalia
Tamandl bringt abschließend einen Vorschlag: "Präsident Tumpel könnte
seinen AK-Direktor Werner Muhm nicht nur dem Kanzler als Berater zur
Verfügung stellen, sondern auch dem Wiener Bürgermeister "leihen". So
wäre zumindest Muhm's Job auf längere Sicht gesichert.", so Tamandl.
Vorsicht sei aber auch bei diesem Leiharbeiter geboten, denn auf
Bundesebene fielen dem AK-Direktor lediglich neue Steuern ein, was
wiederum eine weitere Belastung für die Wienerinnen und Wiener
darstellen würde. "Apropos, auf welcher arbeitsrechtlichen Basis
besteht denn die Beratertätigkeit ihres Herrn Direktor, Herr Tumpel?"

Rückfragehinweis:
ÖAAB Wien
Michaela Grubmüller
Pressesprecherin
Tel.: 0664/8383 247
mailto:[email protected]

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