Tamandl zu Arbeitsmarktdaten: "Reden wir Klartext, Herr Tumpel!"

Tumpel übernimmt ÖAAB-Forderung

Wien (OTS) - "Als zahn- und gesichtslos", bezeichnet Gabriele Tamandl die heutigen Aussagen von Arbeiterkammerpräsident Tumpel zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. "Tumpel spricht die Verantwortlichen für die Arbeitsmarkmisere in Wien wieder einmal nicht direkt an", kritisiert die Vorsitzende der ÖAAB-FCG Fraktion in der Wiener Arbeiterkammer.

Abgekupfert Abschreiben könne Tumpel jedoch gut: "Die einzig konkrete Forderung, die Tumpel formuliert, sind Umschulungen für Arbeitnehmer, die in absehbarer Zeit, ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben können. Zum Beispiel wird ein Fliesenleger aus körperlichen Gründen seinen Beruf nicht bis zur Pensionierung ausüben können. Hier muss das AMS endlich früher tätig werden", erneuert Tamandl die Forderung der schwarzen Arbeitnehmervertreter.

Klassenkampf Es freue sie aber, betont Tamandl, dass der AK-Präsident seine Sprache wieder gefunden hätte. "Die stetig steigenden Gebühren in Wien waren Tumpel kein Wort wert", stellt Tamandl fest. Und hier setzt der nächste Kritikpunkt an: "In der Arbeiterkammer wird das Wort Klassenkampf groß geschrieben. Dass Belastungen für die Wiener Unternehmen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen müssen, scheint dem Präsidenten nicht klar zu sein", so Tamandl. Sie fordere in der Debatte etwas mehr Vernunft und Augenmaß ein.

Leiharbeit Auch in Sachen Leiharbeitsfirmen solle Tumpel Klartext reden. "Die Stadt Wien und deren nahestehende Betriebe bedienen sich der Leiharbeit in großem Stile. Wenn es Tumpel ein echtes Anliegen wäre, diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schützen, dann wäre wohl ein klärendes Gespräch mit seinen Parteifreunden in Wien angebracht", so Tamandl weiter. "Egal ob Arbeitslosigkeit oder Leiharbeit - die Verantwortlichen kennt Tumpel sehr genau."

Personalia Tamandl bringt abschließend einen Vorschlag: "Präsident Tumpel könnte seinen AK-Direktor Werner Muhm nicht nur dem Kanzler als Berater zur Verfügung stellen, sondern auch dem Wiener Bürgermeister "leihen". So wäre zumindest Muhm's Job auf längere Sicht gesichert.", so Tamandl. Vorsicht sei aber auch bei diesem Leiharbeiter geboten, denn auf Bundesebene fielen dem AK-Direktor lediglich neue Steuern ein, was wiederum eine weitere Belastung für die Wienerinnen und Wiener darstellen würde. "Apropos, auf welcher arbeitsrechtlichen Basis besteht denn die Beratertätigkeit ihres Herrn Direktor, Herr Tumpel?"

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