Weltkrebstag 2012 - Früherkennung erhöht die Heilungschancen

Die Sozialversicherung bietet im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung zahlreiche Früherkennungsprogramme an

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen in Österreich werden bei Männern von Lungen-, Darm- und Prostatakrebs verursacht. Bei Frauen sind es Brust-, Darm-, Lungen-, Gebärmutterkrebs, die mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen -insgesamt rund 40.000 jährlich - darstellen (Statistik Austria, 2010).
Dr. Josef Probst, stv. Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und auch für das Thema Gesundheitsförderung und Prävention zuständig, meint dazu: "Unsere Vision lautet, länger selbstbestimmt leben bei guter Gesundheit - die Früherkennung und Prävention von Krebserkrankungen ist ein zentrales Thema das von der Sozialversicherung auf mehreren Ebenen verfolgt wird."

Krebsfrüherkennung in der Vorsorgeuntersuchung

Die Vorsorgeuntersuchung setzt bei den häufigsten Krebserkrankungen an:
PAP-Abstrich wird Frauen ab dem 18. Lebensjahr zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs angeboten
Derzeit werden Frauen ab dem 40. Lebensjahr noch über die Vorsorgeuntersuchung zur Mammographie eingeladen, ab 2013 gibt es dazu ein eigenes Programm.
Die Koloskopie wird ab dem 50. Lebensjahr Frauen und Männern angeboten.

Bei allen Früherkennungsuntersuchungen spielt das Thema Qualität eine große Rolle. Große Erfolge zeichnen sich hier im Bereich der Vorsorgekoloskopie ab: Die Hälfte aller Untersuchungsstellen beteiligt sich am "Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge" einem Kooperationsprojekt des Hauptverbandes, der österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie und der österreichischen Krebshilfe.

Rauchprävention

Zur Prävention von Lungenkrebs wird im Zuge der Vorsorgeuntersuchung auch der Raucherstatus erhoben. Ein ärztliches Beratungsgespräch soll den Anstoß für ein rauchfreies Leben setzen. Als Hilfestellung wird das österreichweite Rauchertelefon angeboten, eine Initiative der Sozialversicherungsträger, der Bundesländer und des Bundesministeriums für Gesundheit. Das Rauchertelefon ist österreichweit unter der Nummer 0810 0810 013 erreichbar. Der Erfolg spricht für sich, immerhin ist ein Drittel der Betroffenen rauchfrei, ein weiteres Drittel hat reduziert! Im internationalen Vergleich liegt das Rauchertelefon damit an der Spitze! Neun der 13 großen Krankenkassen sowie die Pensionsversicherungsanstalt bieten zudem Tabakentwöhnungsprogramme an.

2013: Nationales Brustkrebs-Früherkennungs-Programm

Im kommenden Jahr wird es in Österreich erstmals eine flächendeckende und zielgerichtete Früherkennungsstrategie für Frauen zwischen 45 und 69 Jahren geben. Denn gerade in dieser Altersgruppe sind bisher viel zu wenige Frauen zur
Brustkrebs-Früherkennung gegangen. Frauen ab 40 Jahren und ältere Frauen bis 75 Jahren können sich auf eigenen Wunsch in das Programm einschreiben.
Ein flächendeckendes Einladesystem sowie eine konsequente und laufende Qualitätssicherung sind zentrale Neuerungen des Programms. Die durchgeführten Mammographien werden künftig von zwei Radiologen unabhängig voneinander im Sinne des "Vier Augen-Prinzips" befundet, um ein Höchstmaß an Untersuchungsqualität zu gewährleisten.
Im Jahr 2010 haben fast eine Million Menschen eine von der sozialen Krankenversicherung bezahlte Vorsorgeuntersuchung durchgeführt. Probst abschließend: "Unser Appell lautet daher: Nutzen Sie die Angebote der Sozialversicherung für ein längeres, selbstbestimmtes Leben bei guter Gesundheit! "

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Arzt durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten bzw. einer Patientin und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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Tel.: (++43-1) 71132-1120
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