Hundstorfer: Lage am Arbeitsmarkt bleibt im Jänner stabil

Beschäftigung weiter auf Rekordhöhe

Wien (OTS/BMASK) - "Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt weiter stabil und die Beschäftigung mit einem Plus von 55.000 bei den aktiv Beschäftigten auf Rekordhöhe. Damit entwickelt sich die Beschäftigung weit besser, als prognostiziert", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer nach Erscheinen der Arbeitsmarktdaten für den Monat Jänner. Die Arbeitslosigkeit ist um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 318.027 Personen gestiegen (+8.443), die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen sank um 4,2 Prozent (-2916) auf 66.271. In Summe wurden 384.298 Menschen vom AMS betreut (+5.527, oder +1,5 Prozent). Damit hat Österreich eine Arbeitslosenquote nach Eurostat von 4,1 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert in der gesamten EU. "Wir haben auch das Jahr 2012 als Europameister am Arbeitsmarkt begonnen", so Hundstorfer. ****

"Jeder dritte Arbeitslose (102.415) hat bereits eine Einstellungszusage in einem Unternehmen und wird in den nächsten Wochen wieder zu arbeiten beginnen", erläuterte Hundstorfer.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt um 3 Prozent. "Der Lehrstellenmarkt entwickelt sich besser als die Zahlen auf den ersten Blick vermuten lassen. Die Zahl der offenen Lehrstellen steigt mit 7,7 Prozent stärker, als die Zahl der Lehrstellensuchenden mit 5,8 Prozent", so der Sozialminister. Der Anstieg der Lehrstellensuchenden sei auf ein neues Programm "c'mon app" in Wien zurückzuführen, durch das Lehrstellensuchende individuelle Beratung, Coaching und Unterstützung bei der Lehrstellensuche erhalten und damit als lehrstellensuchend gezählt werden, statt wie bisher in Berufsorientierungskursen als SchulungsteilnehmerInnen aufzuscheinen. Dadurch sollen angesichts des besseren Lehrstellenmarktes mehr Jugendliche eine betriebliche Lehrstelle finden. "Nach wie vor gilt jedoch die Ausbildungsgarantie: allen Jugendlichen die keine Lehrstelle finden wird eine überbetriebliche Ausbildung garantiert", sagte Hundstorfer.

Die Zahl der über 50-jährigen am Arbeitsmarkt wächst rasant: drei Viertel des Beschäftigungszuwachses entfällt auf Ältere. Die Zahl der Beschäftigten wächst um 40.000. Gleichzeitig steigt jedoch auch die Arbeitslosigkeit um 4.472 oder 6,8% überdurchschnittlich. "Um ältere Beschäftigte länger im Erwerbsleben zu halten, werden derzeit neue Methoden entwickelt und Maßnahmen verhandelt, um die Arbeitsmarktchancen Älterer zu verbessern", betonte Hundstorfer.

Frauen (+4,7 Prozent) sind vom Anstieg der Arbeitslosigkeit stärker betroffen als Männer (+1,7 Prozent). Das liegt daran, dass in einigen männerdominierten Wirtschaftszweigen die Arbeitslosigkeit noch immer sinkt: Trotz winterlicher Temperaturen sinken die Arbeitslosenzahlen am Bau (-2,1 Prozent). In der Industrie geht die Arbeitslosigkeit um 2,4 Prozent zurück. Die international schwächelnde Konjunktur trifft in der Industrie vor allem die Leiharbeitskräfte: bei der Leiharbeit steigt die Arbeitslosigkeit am stärksten von allen Branchen mit +10,1 Prozent.

Schwächer entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Dienstleistungsbereich: trotz guter Schneelage steigt die Arbeitslosigkeit im Tourismus um 5,8 Prozent. Auch im Handel sind 5 Prozent mehr Arbeitslose zu verzeichnen. "Die guten Lohnabschlüsse und die rückläufige Inflation sollten in den nächsten Monaten die Kaufkraft und den Arbeitsmarkt im Dienstleistungsbereich stabilisieren", betonte Hundstorfer. Allerdings zeige die rückläufige Zahl an offenen Stellen (-13,9 Prozent) dass die Konjunkturabschwächung noch nicht vorbei ist.

Die Industriebundesländer Vorarlberg (-5,5 Prozent) und Oberösterreich (-0,1 Prozent) können sinkende Arbeitslosenzahlen melden, in allen anderen Bundesländern steigt die Arbeitslosigkeit an.(Schluss)

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