- 01.02.2012, 10:22:16
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Hundstorfer: Lage am Arbeitsmarkt bleibt im Jänner stabil
Beschäftigung weiter auf Rekordhöhe
Wien (OTS/BMASK) - "Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt
bleibt weiter stabil und die Beschäftigung mit einem Plus von 55.000
bei den aktiv Beschäftigten auf Rekordhöhe. Damit entwickelt sich die
Beschäftigung weit besser, als prognostiziert", unterstrich
Sozialminister Rudolf Hundstorfer nach Erscheinen der
Arbeitsmarktdaten für den Monat Jänner. Die Arbeitslosigkeit ist um
2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 318.027 Personen gestiegen
(+8.443), die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen sank um 4,2 Prozent
(-2916) auf 66.271. In Summe wurden 384.298 Menschen vom AMS betreut
(+5.527, oder +1,5 Prozent). Damit hat Österreich eine
Arbeitslosenquote nach Eurostat von 4,1 Prozent. Dies ist der
niedrigste Wert in der gesamten EU. "Wir haben auch das Jahr 2012 als
Europameister am Arbeitsmarkt begonnen", so Hundstorfer. ****
"Jeder dritte Arbeitslose (102.415) hat bereits eine
Einstellungszusage in einem Unternehmen und wird in den nächsten
Wochen wieder zu arbeiten beginnen", erläuterte Hundstorfer.
Die Jugendarbeitslosigkeit steigt um 3 Prozent. "Der
Lehrstellenmarkt entwickelt sich besser als die Zahlen auf den ersten
Blick vermuten lassen. Die Zahl der offenen Lehrstellen steigt mit
7,7 Prozent stärker, als die Zahl der Lehrstellensuchenden mit 5,8
Prozent", so der Sozialminister. Der Anstieg der Lehrstellensuchenden
sei auf ein neues Programm "c'mon app" in Wien zurückzuführen, durch
das Lehrstellensuchende individuelle Beratung, Coaching und
Unterstützung bei der Lehrstellensuche erhalten und damit als
lehrstellensuchend gezählt werden, statt wie bisher in
Berufsorientierungskursen als SchulungsteilnehmerInnen aufzuscheinen.
Dadurch sollen angesichts des besseren Lehrstellenmarktes mehr
Jugendliche eine betriebliche Lehrstelle finden. "Nach wie vor gilt
jedoch die Ausbildungsgarantie: allen Jugendlichen die keine
Lehrstelle finden wird eine überbetriebliche Ausbildung garantiert",
sagte Hundstorfer.
Die Zahl der über 50-jährigen am Arbeitsmarkt wächst rasant: drei
Viertel des Beschäftigungszuwachses entfällt auf Ältere. Die Zahl der
Beschäftigten wächst um 40.000. Gleichzeitig steigt jedoch auch die
Arbeitslosigkeit um 4.472 oder 6,8% überdurchschnittlich. "Um ältere
Beschäftigte länger im Erwerbsleben zu halten, werden derzeit neue
Methoden entwickelt und Maßnahmen verhandelt, um die
Arbeitsmarktchancen Älterer zu verbessern", betonte Hundstorfer.
Frauen (+4,7 Prozent) sind vom Anstieg der Arbeitslosigkeit
stärker betroffen als Männer (+1,7 Prozent). Das liegt daran, dass in
einigen männerdominierten Wirtschaftszweigen die Arbeitslosigkeit
noch immer sinkt: Trotz winterlicher Temperaturen sinken die
Arbeitslosenzahlen am Bau (-2,1 Prozent). In der Industrie geht die
Arbeitslosigkeit um 2,4 Prozent zurück. Die international
schwächelnde Konjunktur trifft in der Industrie vor allem die
Leiharbeitskräfte: bei der Leiharbeit steigt die Arbeitslosigkeit am
stärksten von allen Branchen mit +10,1 Prozent.
Schwächer entwickelt sich der Arbeitsmarkt im
Dienstleistungsbereich: trotz guter Schneelage steigt die
Arbeitslosigkeit im Tourismus um 5,8 Prozent. Auch im Handel sind 5
Prozent mehr Arbeitslose zu verzeichnen. "Die guten Lohnabschlüsse
und die rückläufige Inflation sollten in den nächsten Monaten die
Kaufkraft und den Arbeitsmarkt im Dienstleistungsbereich
stabilisieren", betonte Hundstorfer. Allerdings zeige die rückläufige
Zahl an offenen Stellen (-13,9 Prozent) dass die
Konjunkturabschwächung noch nicht vorbei ist.
Die Industriebundesländer Vorarlberg (-5,5 Prozent) und
Oberösterreich (-0,1 Prozent) können sinkende Arbeitslosenzahlen
melden, in allen anderen Bundesländern steigt die Arbeitslosigkeit
an.(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag.a Elisabeth Kern, Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
www.bmask.gv.at
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