ÖH Uni Wien: Verharmlosung des Holocaust- Konsequenzen sind überfällig

Strache und die FPÖ stellen eine Gefahr für die Demokratie dar

Wien (OTS) - Die widerlichen Aussagen, die Strache am vergangenen Freitag tätigte, sind kein Zufall. Auch kein Zufall ist, wo er den bekannten Sager vom Stapel ließ: Auf dem viel zu lange tolerierten Ball schlagender deutschnationaler Burschenschaften mit Gästeschaft aus dem internationalen außen-rechts Bereich.

Strache, ebenso wie ein Gutteil der FPÖ, rekrutierten sich aus dem Milieu der Burschenschaften, das für Sexismus (kategorischer Ausschluss von Frauen; ewiggestrige Rollenbilder ) Rassismus (dem entspricht die Lehre und Verbreitung von sogenanntem "völkischen" Gedankengut) und besonders Antisemitismus (Holocaustleugner_innen auf dem WKR Ball haben Tradition) steht, Tatsachen die so unleugbar sind wie die Toleranz ihnen gegegnüber schockiert.

Während sich auf einer Gedenkkundgebung für die Opfer der Shoa Tausende versammelten, wurde in der Hofburg der Holocaust und das Leiden von Millionen Jüdinnen und Juden und anderer Opfer verharmlost. Während sich auf einem legitimen Protest Tausende gegen die Verbreitung von rechtsextremen, rassistischen und antidemokratischen Ideologien positionierten, zögerten die Ballteilnehmer_innen nicht, die legitiminen Proteste zu kriminalisieren.

Straches Aussagen sind Beweis für sein bewusst verzerrtes Geschichtsverständnis und die Haltung der FPÖ beweist das Fehlen jeglichen demokratischen Bewusstseins. Wer sich nicht von den Aussagen der FPÖ distanziert, dem sollte bewusst sein, dass er/sie damit der weit verbreiteten Ausländer_innen-feindlichkeit, Rassismus, Sexismus und der Verankerung von (strukturellem) Antisemitismus im österreichischen "Normalzustand" Vorschub leistet. Es gilt, dem entgegenzutreten, überfällige Aufklärungsarbeit über die Mitschuld Österreichs am Holocaust und zweitem Weltkrieg zu gewährleisten und die Demokratisierung von Institutionen, Betrieben und Universitäten und somit gesellschaftliche Mitbestimmung zu fördern.

Für die ÖH Uni Wien ist klar: Wir unterstützen die Rücktrittsforderung an Strache.

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