"Zukunft im OP - Spitzenmedizin in Niederösterreich"

"Österreich-Bild am Sonntag", 5. Februar um 18.25 Uhr in ORF 2

St. Pölten (OTS) - Der Anspruch ist hoch - und die Versorgungssituation beispielhaft: Jede Niederösterreicherin und jeder Niederösterreicher sollte innerhalb von 30 Minuten ein Landesklinikum erreichen und dort umfassende medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können. Insgesamt gibt es im Land 27 Klinikstandorte der NÖ Landeskliniken-Holding - dort werden jährlich rund 170.000 Operationen durchgeführt, 385.000 Patientinnen und Patienten stationär versorgt und 2,24 Millionen Belagstage verzeichnet.

Ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich am Sonntag, 5. Februar 2012, 18.25 Uhr, ORF 2 (Gestaltung: Andreas Leitner, Christian Puluj; Kamera: Helmut Muttenthaler, Erich Strommer) gibt Einblicke in den Spitals-Alltag des Landes und zeigt Beispiele für Spitzenmedizin und bahnbrechende Entwicklungen, die der Bevölkerung zugutekommen.

*Thema "Herz":

Das Landesklinikum (LK) St. Pölten gehört mit jährlich mehr als 900 Operationen am offenen Herzen zu den größten Erwachsenen-Herzchirurgien Österreichs. Die landesweite Optimierung der Zeitabläufe spielt in der Herzchirurgie eine wesentliche Rolle -damit kommt es auch auf die besonders effiziente interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken im Land an. Und weil 45 Prozent aller Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind, ist auch eine hochwertige präventive und begleitende Vor-Ort-Versorgung unabdingbar.

Ein Beispiel für gute Zusammenarbeit ist die Kooperation zwischen dem LK St. Pölten und dem Herzkatheter-Zentrum im LK Mostviertel Waidhofen an der Ybbs: Die dortige Katheter-Anlage ist das Österreich weit modernste Gerät dieser Art. Sie garantiert nicht nur hoch qualitative Röntgenbilder, sondern ermöglicht auch Ultraschalluntersuchungen und Blutfluss-Messungen in den Herzkranzgefäßen.

* Thema "Schlaganfall":

In Österreich erleiden etwa 20.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. Am Beispiel des LK Mostviertel Amstetten-Mauer zeigt der TV-Film die Prozesssteuerung der Behandlung von Schlaganfall-Patienten, die Intensivbetreuung auf der Stroke Unit und die anschließende langfristige Weiter- und Nachbetreuung der Betroffenen. "Time is brain!", sagt man in Amstetten - und tatsächlich hat eine rasche Versorgung beim Schlaganfall absolute Priorität, kann durch rasches Eingreifen doch die Chance auf Auflösung eines Blutgerinsels erhöht werden.

Dieses "Österreich-Bild am Sonntag" zeigt aber auch die medizinische Arbeit in der Prävention, wo Risikopatienten und deren Umfeld sensibilisiert werden, um im Ernstfall auf Symptome wie Lähmung, Sprach- oder Sehstörung richtig zu reagieren.

*Thema "Chronische entzündliche Erkrankungen und degenerative Prozesse des Bewegungsapparates":

Rund ein Viertel der österreichischen Bevölkerung leidet unter Beschwerden im Bewegungsapparat, bis zu 200.000 Österreicherinnen und Österreicher sind von entzündlichen Erkrankungen betroffen. Das LK Weinviertel Korneuburg-Stockerau gilt in diesem Zusammenhang landesweit als "das" Kompetenzzentrum für Rheumatologie und setzt sehr stark auf Prävention. Denn: Je früher eine rheumatische Erkrankung erkannt und diagnostiziert wird, desto besser ist sie behandelbar.

Darüber hinaus aber bringen neue operative Methoden bessere Chancen in der Behandlung der Erkrankung: Im LK Waldviertel am Standort Zwettl mit der größten Orthopädie-Abteilung des Landes ist es gelungen, ein neuartiges künstliches Hüftgelenk zu entwickeln -die so genannte "Zwettler Hüfte".

Sie wurde bereits bei 2.000 Patienten implantiert, der Fortschritt gegenüber bisherigen medizinischen Hilfen besteht darin, dass das Gelenk sehr knochensparend eingesetzt wird und so deutlich weniger Knochenmaterial entfernt werden muss. Durch den schonenden und nur minimal invasiven Eingriff kommt es auch zu einer schnelleren Rehabilitation des Patienten.

Im LK Krems wiederum ist gemeinsam mit dem Zentrum für Regenerative Medizin an der Donauuniversität ein internationales Forschungszentrum entstanden. Hier wird die so genannte "Knorpelzellen-Transplantation" erfolgreich angewandt: Knorpelzellen können aus ihrer Matrix herausgelöst und in einer Zellkultur vermehrt werden, um danach wieder in den Knorpeldefekt implantiert zu werden. Damit soll die regenerative Wiederherstellung der Gelenkoberfläche ermöglicht werden.

*Thema "Krebs":

Die Abteilung für Radioonkologie und Strahlentherapie des LK Wiener Neustadt ist für die radioonkologische Versorgung von etwa 750.000 Einwohnern im südlichen Niederösterreich und dem mittleren Burgenland verantwortlich. Mit Hilfe des speziellen PET-CT und anderer Geräte im nuklearmedizinischen Bereich können Tumore besser lokalisiert und Diagnosen leichter und schneller gestellt werden.

Die Vorteile für die Patienten liegen auf der Hand: Es gibt kürzere Wartezeiten, schnelle Befundergebnisse und damit eine geringere psychische Belastung für Patienten und Angehörige. Als einziges Landesklinikum verfügt der Standort Wiener Neustadt zudem über ein hochmodernes Gerät zur Strahlentherapie.

*Thema Qualitätsmanagement:

Neben der engagierten und qualifizierten Arbeit von Medizinern und Pflegepersonal ist auch ein patientenorientiertes Qualitätsmanagement ein wichtiger Teil des Erfolgs im Spitalswesen.

So ist die Anästhesiologie-Abteilung am LK Thermenregion Baden-Mödling die erste in Niederösterreich, die über ein übergreifendes Patientendaten-Managementsystem verfügt. Die Folge sind eine deutlich bessere Qualität in der Beurteilung des Patientenzustandes und eine Reduktion von Fehlerquellen. Und das "Tumorboard" schließlich ist ein wichtiger Faktor in Sachen Patienten-Sicherheit, da Diagnosen und Behandlungen mittels Videokonferenz in einer Runde von Spezialisten in anderen Landeskliniken abgesichert bzw. abgestimmt werden können.

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ORF Landesstudio Niederösterreich
Mag. Michael Koch
Tel.: 02742/2210 23754
michael.koch@orf.at

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