Die Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet weist alle Schadenersatzansprüche entschieden zurück.

Wien (OTS) -

  • Die AvW Gruppe AG war nie Kunde der Wirtschaftsauskunftei D&B
  • AvW hat Selbstauskünfte widerrechtlich verwendet
  • Vom Wirtschaftsprüfer und der FMA geprüfte Bilanzen waren gefälscht
  • D&B ist keine Ratingagentur sondern eine Wirtschaftsauskunftei

Die Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet weist alle Schadenersatzansprüche von Kleinanlegern im Zusammenhang mit deren Erwerb von Genussscheinen der AvW-Gruppe entschieden zurück. Dun & Bradstreet wird alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um diesen Standpunkt auch rechtlich durchzusetzen.

Dieter Bodingbauer, Geschäftsführer von Dun & Bradstreet Österreich: "Wir verstehen gut, dass sich die Kleinanleger von AvW betrogen fühlen und nun versuchen, den erlittenen Schaden ersetzt zu bekommen. Aber wir als Wirtschaftsauskunftei sind entschieden der falsche Adressat dafür. AvW hat bei uns 2008 und in den Jahren davor einmal jährlich eine Selbstauskunft angefordert, der wir - wie bei den anderen Tausenden Selbstauskünften pro Jahr auch -selbstverständlich und entsprechend den Bestimmungen des DSG nachgekommen sind. Ein Vertragsverhältnis zwischen der AvW Gruppe und D&B hat es nie gegeben." AvW hat diese Selbstauskunft in der Folge widerrechtlich und ohne Wissen oder Zutun von Dun & Bradstreet zur Bewerbung ihrer Anlageprodukte verwendet. Bodingbauer: "Dass die AvW-Bilanzen, die wir zur Erstellung unser Berichte herangezogen haben, gefälscht waren, wussten zu diesem Zeitpunkt weder wir, noch wusste es sonst jemand in Österreich."

Bonitätsauskunft auf Basis gefälschter Bilanzen

D&B erstellte die von AvW widerrechtlich veröffentlichte Bonitätsbewertung auf Basis von den ihr zur Verfügung stehenden öffentlich zugänglichen Unterlagen und Informationen. Jedoch war der wichtigste Teil dieser Unterlagen, die Bilanzen, von AvW gefälscht. Dr. Wolfgang Auer von Welsbach hat in seinem Strafverfahren (Schuldeingeständnis des Angeklagten in der Hauptverhandlung vom 31. Jänner 2011) zugegeben, dass er im Zusammenwirken mit dem Abschlussprüfer für die AvW-Gruppe AG unrichtige Bilanzen erstellt hat bzw. erstellen ließ. Diese gefälschten Bilanzen wurden auch in die Urkundensammlung des öffentlich zugänglichen Firmenbuches aufgenommen und bildeten schließlich die Grundlage der Bewertung des Unternehmens durch Dun & Bradstreet.

Es hätte, so Bodingbauer weiter, auch keinerlei Anzeichen für eine Bilanzfälschung gegeben. Ganz im Gegenteil, die Bilanzen wurden seit dem Jahr 2000 von der Moore Stephens Ehrenböck Wirtschaftsprüfung Steuerberatung GmbH erstellt und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Zusätzlich unterstand die AvW Gruppe AG der Aufsicht der FMA. Bodingbauer: "Natürlich haben wir uns darauf verlassen, dass die FMA ihrer Aufsichtspflicht ordnungsgemäß nachkommt und die öffentlich zugänglichen Bilanzen richtig sind."

Dun & Bradstreet weist alle Schadenersatzansprüche zurück

Aus diesen Gründen weist Dun & Bradstreet alle Schadenersatzansprüche von geschädigten AvW-Anlegern zurück und wird alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um diesen Standpunkt auch rechtlich durchzusetzen. So ist im Verfahren "St***** gegen D&B" bereits ein Urteil des Handelsgerichtes Wien ergangen, jedoch zur Ergänzung des Sachverhaltes an das Erstgericht zurückverwiesen worden. Ein zweites Verfahren "K***** gegen D&B" wurde wegen mangelhaftem Vorbringen wegen Unschlüssigkeit in der ersten Verhandlung am 15.9.2011 geschlossen. Anfang Oktober 2011 wurde eine Sammelklage beim HG Wien eingebracht, die zwar als solche zugelassen wurde, das Klagebegehren selbst wurde inhaltlich abgewiesen. In einem weiteren Verfahren N****** gegen D&B musste die klagende Partei nach ihrer eigenen Aussage einen Kostenvergleich abschließen. Die jüngste Entscheidung ist ein Urteil des HG Wien in der Sache "K**** u.a. gegen D&B", in welchem die Position von D&B bestätigt und das Klagebegehren abgewiesen wird.

Über Dun & Bradstreet Information Services GmbH

Dun & Bradstreet Information Services GmbH in Österreich ist ein Unternehmen der schwedischen Bisnode-Gruppe und gehört zum weltweiten D&B Netzwerk, dem Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen. D&B ist weltweit führender Anbieter von B2B-Wirtschaftsinformationen, Analysetools und bonitätsgeprüften Adressen rund um die Bereiche Risikomanagement, Sales & Marketing Solutions und Einkaufsmanagement. Auf der globalen Datenbank von D&B befinden sich Informationen zu mehr als 200 Mio. Unternehmen in über 200 Ländern. Täglich werden über 1,8 Mio. Daten aktualisiert. In Österreich führt D&B eine umfassende Wirtschaftsdatenbank, in der die Informationen von über 550.000 aktiven Unternehmen laufend gewartet und gespeichert werden. D&B Austria erstellt mit ca 40 Mitarbeitern jährlich über 150.0000 Wirtschaftsauskünfte und versendet Tausende Selbstauskünfte pro Jahr. Website: http://www.dnb.at/

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