Online-Hotelbuchungen: "Versachlichung der Diskussion"? Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" gesperrt

Wien (TP/OTS) - Mehr als 800 Hoteliers haben die Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" binnen weniger Tage unterstützt. Jetzt ist sie nicht mehr zu finden und HRS verweist auf einen Blog - auf der eigenen Website.

"Die Resonanz auf die Facebook-Seite 'HRS-freie Wochen' war beachtlich" erklären Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Der Betreiber der Seite wollte als Protest gegen die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Online-Buchungs-Riesen HRS mit seinen Tochterfirmen Tiscover und hotel.de samt Erhöhung der Kommissionssätze von 12 % auf 15 % ab 1. März keine Zimmer mehr auf diesen Seiten einstellen. Mehr als 800 Hoteliers folgten binnen weniger Tage seinem Aufruf. Umso mehr verwundert, dass die Seite kurzfristig für Facebook-Nutzer gesperrt wurde. Nun wird auf zwei Nachfolger-Seiten diskutiert - auf der einen intensiver, auf der anderen mit Marketing-tauglichen Antworten, die oft dem Kern der Kritik ausweichen. Das "Diskussionsforum neue Hrs-Agb" wird wie schon der Vorgänger auf Facebook von Online-Marketing-Unternehmer Christoph Biallas betrieben und verzeichnete binnen kürzester Zeit 150 "Likes". Im unternehmenseigenen Blog unter den Augen von HRS finden sich gerade einmal 10 Einträge.

Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" war "zu heiß"

Biallas ist Einzelunternehmer und weiß nicht nur bestens über die Entwicklungen in Online-Marketing und Direktvertrieb Bescheid, sondern auch, wie wichtig Rechtssicherheit ist. Den Rückzieher begründet Biallas auf seiner neuen Seite damit, dass ihm die Diskussion "zu heiß" geworden wäre, er befürchtet "für uns alle rechtliche Konsequenzen". Daher sei es an der Zeit gewesen, "die Notbremse zu ziehen." Biallas spricht in dem Zusammenhang von einer "persönlichen Lehre aus der alten FB-Seite."

ÖHV bleibt dran

Für Peer und Schellhorn steht außer Frage, dass die ÖHV in der Sache am Ball bleibt: "Der Online-Vertrieb wird immer wichtiger: Die Kosten steigern immer mehr, während auf der anderen Seite der Wettbewerbs- und Preisdruck steigt. Wir werden verhindern, dass der Hotelier dazwischen aufgerieben wird." Die ÖHV bereitet eine Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde vor.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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Peter Peer, ÖHV-Präsident
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Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident
Hotel "Der Seehof", Goldegg
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