EU-Abgeordneter Becker fordert "Erasmus für Politiker"

25 Jahre Erasmus-Austauschprogramm / ÖVP- Bildungssprecher im EU-Parlament fordert Ausweitung der Austauschprogramme

Brüssel, 30. Jänner 2012 (OTS) Fast drei Millionen
Studenten und Hochschulangestellte - darunter 65.000 Österreicherinnen und Österreicher - haben dank des Erasmus-Austauschprogramms seit 1987 im Ausland studiert
oder gearbeitet. Heute feiert das Programm seinen 25.
Geburtstag. Der Bildungssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament, Heinz K. Becker, fordert eine Ausweitung des
Programms auch auf weitere Bereiche: "Durch das Erasmus-
Programm haben wie nie zuvor in der europäischen
Geschichte Millionen junger Menschen friedlich im Ausland
gelebt, gelernt und ihren Horizont europäisch erweitert.
Sehr wenige Aktivitäten der EU haben Europa so in den
Köpfen und Herzen der jungen Generation verankert wie
Erasmus. Wer auf diese Weise Europa und seine Vielfalt
ganz persönlich erlebt hat, ist für immer immun gegen kleinstaatliches Mit-Sich-Selbst-Beschäftigt-Sein und
nationale Egoismen", so Becker. ****

Vielen Politikern fehle diese persönliche europäische Erfahrung. "Wir brauchen so etwas wie 'Erasmus für
Politiker'. Wenn beispielsweise ein Bürgermeister oder
ein Landtagsabgeordneter einmal für einige Wochen in
einem Gemeindeamt oder einem regionalen Parlament in
einem anderen EU-Land mitgearbeitet hat, würden sich
daraus nicht nur ganz viele Projekte regionaler
Zusammenarbeit ergeben, sondern unsere Innenpolitik würde
auch europäisiert", erläutert Becker seine Forderung. Im Europäischen Parlament wird zurzeit unter dem Titel
"Erasmus für alle" an der Umstrukturierung aller EU-
Programme im Bereich des lebenslangen Lernens gearbeitet,
zu denen auch Erasmus zählt.

"Erasmus für Alle" ist nach den bisherigen Plänen mit
19 Milliarden Euro budgetiert. Es soll u.a. das bisherige
Programm "Jugend in Aktion" darin aufgehen. Außerdem wird
es erstmalig ein eigenes Sportbudget geben. Becker
hierzu: "Es gibt viel Positives im Vorschlag der
Kommission zur Umstrukturierung der Programme. Wir werden
aber ganz genau prüfen müssen, ob es tatsächlich Sinn
macht, die Belange der Jugend und des Sportes auf diese
Weise zusammenzufassen oder ob doch separate Strukturen
gebraucht werden", so Becker. "Jedenfalls ist mit den
neuen Finanzierungsmöglichkeiten und der signifikanten
Aufstockung des Gesamtbudgets sichergestellt, dass in
Zukunft noch mehr in die europäische Mobilität, Bildung
und damit in das europäische Denken der EU-Bürger
investiert wird", betont Becker abschließend.

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(heinzk.becker@europarl.europa.eu)
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