"Zusammen:Österreich" - Integrationsbotschafter Ivica Vastic in Wiener Mittelschule

Staatssekretär Sebastian Kurz und drei Integrationsbotschafter besuchten am 30. Jänner 2012 die Kooperative Mittelschule Selzergasse in Wien

Wien (OTS) - Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz besuchte
mit den drei Integrationsbotschaftern, Profi-Fußballer Ivica Vastic, die Studentin und Beraterin Sahire Bozkurt und dem Sozialökonom und Präsidenten der Österreichisch Serbischen Gesellschaft Dr. Marko Stijakovic die Kooperative Mittelschule Selzergasse in Wien. Sie stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler zum Thema Integration und berichteten über ihre Erfahrungen und Möglichkeiten, in einem anderen Land erfolgreich zu sein.

"Integration kann nicht früh genug beginnen. Deshalb ist es wichtig bereits in der Schule Vorurteile abzubauen und aufzuzeigen, dass jeder etwas in Österreich schaffen kann, wenn man will und sich anstrengt", betonte Staatssekretär Kurz. Aus diesem Grund hat er die Aktion "Zusammen:Österreich" ins Leben gerufen, um gemeinsam mit den Integrationsbotschaftern - Prominenten sowie Menschen von nebenan -die Jugendlichen für das Thema Integration zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass Österreich ein Land der Chancen ist.

Der Fußballprofi und mittlerweile Fußballtrainer Ivica Vastic wurde in Split geboren und lernte dort zunächst Schiffbau. Durch seine fußballerische Begabung wurde der kroatische Großklub Hajduk Split auf ihn aufmerksam und spielte zunächst beim kleineren RNK Split. Als Kroatien nach der Unabhängigkeit 1991 im Krieg mit Rest-Jugoslawien verstrickt war, kam Vastic nach Wien und spielte dort ein Jahr lang für den First Vienna FC in der 1. Division. "Für mich war es ein Kulturschock als ich nach Österreich gekommen bin. Es war am Anfang nicht immer leicht" und Vastic hat erkannt, "dass die Sprache sehr wichtig ist, um sich zu integrieren". Nach einigen Stationen in Österreich und Deutschland wurde er im Sommer 1994 von SK Sturm Graz in die österreichische Liga zurückgeholt, wo er seine größten Erfolge feierte. Als Team-Kapitän wurde er mit dem SK Sturm zweimal Meister und dreimal Cupsieger. Außerdem qualifizierten sich die Grazer dreimal hintereinander für die Champions League. In dieser Zeit wurde er mehrmals zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt. 1996 und 2000 wurde er österreichischer Torschützenkönig. Seit 1996 besitzt er die österreichische Staatsbürgerschaft und spielte bis 2008 für die österreichische Nationalmannschaft. In dieser Zeit konnte er als einziger Österreicher ein Tor bei einer WM und EM erzielen, 1998 in Frankreich gegen Chile und 2008 gegen Polen. Derzeit trainiert er die Austria Amateure.

Sahire Bozkurt hat türkische Wurzeln und profitierte neben dem Bildungsangebot in der Schule zwei Jahre lang als START-Stipendiatin von einem breiten Förderprogramm. 2010 begann sie an der Universität Wien Internationale Entwicklung und Psychologie zu studieren. Daneben arbeite sie als Projektassistentin beim Stipendienprogramm START und als Beraterin für Migrantinnen und Migranten im Fachausschuss der AK-Wien. Ihre restliche Zeit widmete sie überwiegend ehrenamtlichem und sozialem Engagement. Als Projektkoordinatorin des START-Alumni Vereins konnte sie ein Mentoringprojekt für Volksschüler initiieren. "Allgemeingültige Kriterien für gelungene Integration wird es wahrscheinlich nie geben, doch meine bisherige Erfahrung sagt mir, dass sie ein positiver Nebeneffekt von erreichter Selbständigkeit, gegenseitigem Respekt und gesellschaftlicher Partizipation ist", betonte Bozkurt und ermunterte die Schülerinnen und Schüler: "Wir Integrationsbotschafter sind der beste Beweis dafür, dass Menschen mit Migrationshintergrund Erfolg in Österreich haben können."

Der gebürtige Serbe, Marko Stijakovic, kam in den 70er Jahren nach Österreich. Nach dem Motto "Karriere mit Lehre" machte er zunächst die Lehre und holte im zweiten Bildungsweg die Matura nach und studierte Elektrotechnik. Seine Berufung fand er - als inzwischen promovierter Sozialökonom - im internationalen Vertrieb. "Ohne meine Sprachkenntnisse hätte ich meinen Beruf nie ausüben können", sagte Stijakovic und motivierte die Jugendlichen: "Ihr selbst seid der Schlüssel zum Erfolg. Mit Talent und harter Arbeit kann man den Erfolg wahr werden lassen." Er ist mittlerweile "Delegierter zum Wirtschaftsparlament in der WKO", Mitglied des WIFI Kuratoriums und Präsident der bilateralen "Österreichisch Serbischen Gesellschaft".

Mehr Information zu der Aktion "Zusammen:Österreich" finden Sie auf der Homepage www.zusammen-oesterreich.at oder im Facebook auf www.facebook.com/zusammenoesterreich

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