Autofreie Ringstraße lässt Abgaswerte explodieren.

Kfz-Bundesgremialvorsteher Burkhard Ernst kritisiert, dass grüner Aktionismus zu höherer Belastung der Bevölkerung führt.

Wien (OTS) - Eine Studie des Vereins für Kraftfahrzeugtechnik von Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz hat während der vergangenen Sperren der Wiener Ringstraße unter der Aktion "Rasen am Ring" im Rahmen des Autofreien Tages die Auswirkungen auf die Schadstoffbelastungen der Luft gemessen. Das Ergebnis der Untersuchung: Die Wiener Ringstraße ist während der Dauer der Sperre zwar weitgehend abgasfrei. Dafür steigt die Schadstoffbelastung in den angrenzenden Wohngebieten. Eine dreistündige Sperre vom Opernring bis zum Schottentor mit vorgesehener Umleitung über die 2er-Linie und den Gürtel verursacht dort 4- bis 8-mal höhere Emissionen. In stündlichen Spitzenwerten wurden sogar bis zu 15-mal höhere Emissionswerte festgestellt.

Der Bundesgremialvorsteher des Kfz Handels, Burkhard Ernst, sieht in dem Ergebnis der Studie einen Beweis, dass grüner Aktionismus nicht immer der richtige Weg ist: "Die Sperre der Ringstraße unter dem Titel "Rasen am Ring" belastet viele Wiener. Der Stau der dadurch verursacht wird führt bei vielen zu Verspätungen. Und die durch den Stau entstehenden Abgase belasten die umliegenden Wohngebiete, wie jetzt wissenschaftlich bewiesen worden ist, deutlich höher als normal. Natürlich ist das Demonstrationsrecht unantastbar", sagt Ernst, "aber es sollte auch bedacht werden, welche Folgen durch manche Aktionen für andere Bürger entstehen."

Tatsache ist, dass durch derartige Aktionen hervorgerufenen Staus Zeit kosten, die der Wirtschaft fehlen. In dieser Zeit kann weder Geld verdient werden noch konsumiert werden. Lediglich der Benzin-und Dieselverbrauch steigt. Legt man Berechnungen aus Deutschland auf Österreich um, entstehen durch die durchschnittlich 2,4 Tage, die jeder Autofahrer jährlich im Stau steckt Kosten von rund acht Milliarden Euro.

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