Nationalpark Gesäuse: Neuer Direktor Herbert Wölger ab März 2012

Wien (OTS) - "Der Nationalpark Gesäuse in der nördlichen Steiermark ist der jüngste österreichische Nationalpark. Obwohl in den Jahren seit seiner Gründung sehr viele Projekte umgesetzt wurden bietet er noch immer ein reiches Betätigungsfeld für jene, die neue Ideen umsetzen wollen," so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich zur Bestellung des neuen Nationalparkdirektors Herbert Wölger. Er tritt am 1. März 2012 seinen Dienst an, ist in der Region Gesäuse am elterlichen Bauernhof in Frauenberg bei Admont aufgewachsen und sein Interesse gilt dem naturnahen Wirtschaften und dem Erhalt einer intakten Umwelt.

Für Wölger ist das Schutzziel der Nationalparks "Bewahrung des Gebietes für künftige Generationen" Auftrag für seine Tätigkeit. In Österreich wurden bisher sechs der ökologisch wertvollsten Regionen zu Nationalparks erklärt. Der Nationalpark Gesäuse wird heuer am 26. Oktober 2012 sein 10-jähriges Bestehen feiern. In einem Nationalpark steht Naturschutz und damit Wildnis an erster Stelle, aber auch Natur- und Umweltbildung spielen eine wichtige Rolle. Im Sommer 2011 wurde der Nationalpark Gesäuse als erster österreichischer Nationalpark mit dem Umweltzeichen für außerschulische Bildungseinrichtungen ausgezeichnet.

Seinen Namen hat der 11.000 ha große Nationalpark von der wild fließenden Enns, deren weithin hörbares Sausen und Brausen der Landschaft den Namen Gesäuse gegeben hat. Die Enns schuf vor vielen Millionen Jahren ein Durchbruchstal mit bis zu 1800 Meter aufragenden Steilwänden, wobei die höchste Erhebung des Nationalparks das Hochtor (2370 m) ist. Fels, Alm, Wald und Wasser sind die prägenden Elemente im Nationalpark Gesäuse, und bieten Lebensraum für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten, unter anderem rund 50 verschiedene Orchideenarten und Insekten, die es nirgendwo sonst gibt.

Herbert Wölger hat als Absolvent der Universität für Bodenkultur (Forst- und Holzwirtschaft) auch Erfahrung im praktischen Naturschutz. Über drei Jahre lang hat Wölger für die Unterschutzstellung und Entwicklung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung in einem von der Entwaldung bedrohten Gebiet im Norden Argentiniens gearbeitet. Naturraummanagement und die Einbeziehung der Stakeholder in die Planung der Aktivitäten standen dabei im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit den lokalen NGOs konnten den dort lebenden Menschen alternative Einkommensmöglichkeiten angeboten und die Waldflächen unter Schutz gestellt werden. Der erste FSC-zertifizierte Naturwaldbetrieb konnte unter seiner Leitung etabliert werden. Zuletzt hat Wölger als Manager im Holzcluster Salzburg gearbeitet, eine Initiative der Landesregierung, um die Wettbewerbsfähigkeit der Holz be- und verarbeitenden Betriebe zu stärken. Die dort gewonnen Erfahrungen wie die Initiierung von Unternehmenskooperationen, den Aufbau des Wissensmanagements, die Errichtung und Betreuung eines Expertenpools, die Kooperation mit anderen Holzclustern und die Internationalisierung wird er bei seiner künftigen Tätigkeit im Nationalpark einbringen können.

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