Hauptverband drängt auf rasche Umsetzung der Gesundheitsreform

Schelling: "Jeder Tag Verzögerung kostet den Länden als Spitalserhalter bis zu einer Million Euro"

Wien (OTS) - Angesichts der dramatischen Entwicklung an den Finanzplätzen Europas und der Tatsache, dass jeder Tag den Ländern zwischen einer halben und einer Million Euro an Abgangsdeckung für die Spitäler kostet, warnt der Vorsitzende im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, vor einer Verschleppung der Spitalsreform auf das Jahr 2014. Schelling. "Eine Verzögerung der Neuregelung der Spitalsfinanzierung um zwei Jahre, wie dies heute von Gesundheitsminister Alois Stöger angedeutet wurde, ist in der politischen Steuerungsgruppe nicht akkordiert". In dieser Steuerungsgruppe zur Neuregelung der Spitalsfinanzierung sitzen bekanntlich neben zwei Vertretern der Bundesregierung, je zwei Vertreter der Länder sowie je zwei Vertreter der Sozialversicherung. Der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband erinnert den Gesundheitsminister daran, dass der Auftrag der Bundesregierung vom Februar 2009 zur Finanzkonsolidierung der Krankenkassen im Ausmaß von 1,7 Milliarden Euro innerhalb von 6 Monaten mit den wichtigsten Systempartnern im Gesundheitswesen ausverhandelt und umgesetzt wurde und nun auf Schiene ist.
Die aktuellen Zahlen vom November 2011 zeigen, dass dieses Konsolidierungsziel nicht nur erreicht, sondern mit 2,4 Milliarden Euro sogar übererfüllt wird. Schelling: "Die Sozialversicherung hat damit bewiesen, wie ein solcher Kostendämpfungspfad eingehalten werden kann ohne dass es zu Leistungseinschränkungen bei den Versicherten kommt. Wir werden jedenfalls das Ziel spätestens im Jahr 2013 eine ausgeglichene Gebarung sämtlicher Krankenversicherungsträger erreichen und den Schuldenstand abbauen". In diesem Zusammenhang appelliert Schelling an alle politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, jetzt endlich die Spitalsfinanzierung auf ebenso gesicherte Beine zu stellen wie das die Krankenversicherungsträger vorexerziert haben und die im Masterplan des Hauptverbandes vorgesehenen Maßnahmen umzusetzen.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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