SP-Berger-Krotsch ad Feldmann: Keine Sparmaßnahmen auf Rücken der Frauen!

Wien (OTS/SPW) - Gegen eine frühzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters sprach sich heute Freitag die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch vehement aus:
"Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Frauen wird es mit uns nicht geben!" Als besonders "zynisch" sei in diesem Zusammenhang auch die Interpretation seitens VP-Frauensprecherin Feldmann zu bewerten, die von einer "verfehlten" Initiative der früheren Frauenministerin Johanna Dohnal spricht "Hiermit beweist die Wiener ÖVP einmal mehr, dass Politik im Sinne der Frauen einfach negiert wird, genauso wie die gegebenen Lebensumstände vieler Frauen. Auf diese billige Mogelpackung werden wir uns bestimmt nicht einlassen! Ist es doch Lebensrealität für viele Frauen, aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Krankheit nicht einmal das gesetzliche Antrittsalter zu erreichen", unterstrich Berger-Krotsch.****

Zudem sei es nicht einzusehen, dass nun über die Frauen "drübergefahren" und die Gleichstellung der Geschlechter hintan gestellt werden soll. "Solch eine Vorgehensweise mag wohl üblich für ÖVP-Frauensprecherin Feldmann und die gesamte ÖVP sein, aber nicht für uns! Fest steht, dass die Angleichung des Pensionsalters von Frauen und Männern aus gutem Grund schrittweise ab 2024 erfolgen soll. Denn als Bedingung daran wurde die absolute Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt geknüpft. Solange Frauen noch im Durchschnitt um ein Viertel weniger verdienen, werden wir solchen unsozialen Maßnahmen nicht zustimmen!"

Fest steht zudem, dass ein Drittel aller Frauen arbeitslos in Pension geht und die Bedingungen für ältere Arbeitnehmerinnen besonders schwierig sind. Daher sei es nötig, die Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt so zu ändern, dass Frauen überhaupt länger arbeiten können und gleichberechtigt sind - sprich die Lohnschere zu schließen, für Gehaltstransparenz zu sorgen und Quoten einzuführen:
"Mit einer Anhebung werden noch mehr Frauen in die vorzeitige Arbeitslosigkeit gedrängt! Das ist nicht im Sinne der Frauen und kann auch nicht im Sinne eines vernünftigen Sparpakets sein. Wir sprechen uns mit aller Vehemenz gegen eine frühzeitige Anhebung aus!", schloss Berger-Krotsch. (Schluss) nk

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