Industrie zu Budgeterfolg: Eindrucksvoller Beleg für Beitrag der Unternehmen

IV-GS Neumayer: Österreich benötigt kluges Zurückführen der Ausgaben, um in die Zukunft investieren zu können - Weitere Belastungen für Betriebe kosten Arbeitsplätze

Wien (OTS/PdI) - Als "eindrucksvollen Beleg für den Beitrag der Unternehmen zum Gemeinwohl" bezeichnete der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer heute, Freitag, die aktuellen Zahlen zum Budgeterfolg 2011. "Die Leistungskraft der heimischen Industrie, die 2011 noch gute Konjunktur sowie das niedrige Zinsniveau haben uns diese erfreulichen Zahlen beschert. Darauf auch in Zukunft zu hoffen und Reformbemühungen zu lockern, wäre jedoch verantwortungslos. Das strukturelle, konjunkturbereinigte Defizit hat sich auch 2011 nicht reduziert", so Neumayer. "Die Unternehmen haben mit über 1,1 Milliarden Euro mehr an den Fiskus abgeliefert als im Voranschlag für 2011 erwartet. Allein die KöSt-Einnahmen sind um fast 14 Prozent gestiegen, die KESt auf Dividenden sogar um fast 16 Prozent. Um weiter gut wirtschaften zu können, brauchen die Betriebe aber Luft zum Atmen, weitere Belastungen kosten Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze. Insgesamt sind wir einer der wenigen Staaten in Europa, die 2012 noch die Chance auf geringes Wachstum haben. Dieses zarte Pflänzchen dürfen wir nicht durch eine Steuerlawine überdecken lassen", betonte der IV-Generalsekretär.

"Österreich benötigt ein kluges Zurückführen der Ausgaben, um in die Zukunft investieren zu können. Eine Erhöhung der Arbeitszusatzkosten, wie dies vielerorts diskutiert wird, können und dürfen wir uns in dieser sensiblen konjunkturellen Situation nicht erlauben. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, den Faktor Arbeit nicht durch Lohnnebenkostenerhöhungen unnötig zu verteuern", so der IV-Generalsekretär. Deshalb sei jede weitere Steuerbelastung Gift für das Wachstum und damit auch mittelfristig kontraproduktiv für das übergeordnete Ziel der Budgetkonsolidierung. Durch angemessene Steuersätze steige das Aufkommen, die Steuermoral sei in Österreich im internationalen Vergleich sehr hoch. Neumayer verwies auf das Körperschaftssteuer-Aufkommen, welches seit der Senkung des Steuersatzes von 34 auf 25 Prozent im Jahr 2005 um 20 Prozent gestiegen sei. Bei einer Erhöhung der KöSt um 100 Millionen Euro, etwa durch einen Wegfall der Gruppenbesteuerung, würden dem Fiskus laut IHS mittelfristig nur weniger als 40 Millionen Euro verbleiben, dafür aber die internationalen Headquarter in Österreich und österreichische Zukunftsinvestitionen im Ausland verringern. "Mit noch weiteren Steuererhöhungen in einem Höchststeuerland kann man dauerhaft kein Budget sanieren und keine Zukunftsabsicherung betreiben. Das ist kein seriöser Politikansatz. Darüber hinaus kann es sich der Industrie- und Arbeitsstandort Österreich nicht leisten, für international agierende Unternehmen sowie Fach- und Führungskräfte unattraktiv zu sein und gute Leute durch zu hohe Steuern abzuschrecken", erklärte Neumayer.

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0002