ÖH Uni Wien: Zeit, um auf die Strasse zu gehen

Kriminalisierung von Protesten in den Medien ist untragbar

Wien (OTS) - Am heutigen Tag finden in Wien einerseits
Kundgebungen zum Holocaust-Gedenktag, andererseits Proteste, Veranstaltungen und Aktionen statt, mit dem Ziel, den WKR-Ball anzuklagen und langfristig zu verhindern. Begleitet werden die Proteste von einem enormen Aufgebot an Polizei-Kräften und einigem medialen Rummel. Einige Medienberichte der letzten Tage werden in keinster Weise dem Anspruch auf objektive Berichtersatattung gerecht.

"Legitime und verfassungsrechtlich geschützte Proteste werden als Sicherheitsproblem diffamiert und verfassungskonforme Demonstrationen als chaotische Gewaltaktionen abgeschrieben. Gleichzeitig wird auf die Tatsache, dass in der Hofburg antidemokratische und verfassungsfeindliche Gruppierungen unter dem Deckmantel eines Tanz-Events das Fortbestehen menschenverachtender Ideologien und sich selbst feiern, kaum eingegangen." ist Maria Clar vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien empört.

Julia Kraus (Vorsitzteam) stellt klar: "Der 27.Jänner ist der Tag der Ausschwitz-Befreiung, an dem in erster Linie der Opfer der Shoa gedacht werden soll. Dieses Thema wird jedoch wenig medial behandelt. Stattdessen wird der der WKR-Ball zum Spektakel unterschiedlicher Akteur_innen erhoben, und eine inhaltliche Auseinandersetzung, etwa mit der Präsenz von Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Homo oder Trans-Phobie in der Gegenwarts-Gesellschaft fällt unter den Tisch."

"Einerseits werden Demonstrant_innen im Vorfeld kriminalisiert, andererseits ein ehrlicher Diskurs über den Zusammenhang von Rechtsextremismus, Burschenschaften und Politik verhindert.", meint auch Kübra Atasoy vom Vorsitzteam: "Die Änderung eines solchen Normalzustandes ist Aufgabe aller, daher ist die Beteiligung von sowohl autonomen, alternativen sowie zivilgesellschaftlichen Gruppierungen an den Demonstatrationen äußerst begrüßenswert."

Das ÖH Uni Wien Vorsitzteam ist sich einig:
"Wir fordern auch die Studierenden auf, ihr Recht auf Protest wahrzunehmen und sich gegen die verbreitete Toleranz und Annahme von rechtsextremen Gedankengut zu positionieren."

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