SP-Deutsch zum Holocaust-Gedenktag: Den Anfängen wehren!

Wien (OTS/SPW) - "Der heutige 67ste Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist eine Mahnung, dieses Menschheitsverbrechen und seine Opfer niemals zu vergessen. Dieser Verantwortung können, dürfen und werden wir uns niemals entziehen. Aus der Erinnerung ergibt sich aber auch ein klarer Auftrag, zu handeln: Nämlich gegen jede Form von Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Hetze jederzeit aktiv aufzutreten!", betonte der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Christian Deutsch am Freitag anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags.****

Deutsch erinnerte daran, dass die Weltwirtschaftskrise der nationalsozialistischen Machtergreifung wesentlich den Boden bereitete. "Heute befinden wir uns wieder in einer weltumspannenden Krise. Umso mehr gilt es wachsam zu sein, wenn Menschen zu Sündenböcken gestempelt werden und versucht wird, die Gesellschaft auseinanderzudividieren!" Dass ausgerechnet am 27. Januar der WKR-Ball in der Hofburg stattfindet, bezeichnete Deutsch in diesem Zusammenhang als symbolische "Provokation": "Es ist zu verurteilen, dass deutschnationale Gruppierungen, die laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands auch Verbindungen ins rechtsextreme Milieu unterhalten, ausgerechnet an diesem Gedenktag ihre Gesinnung offensiv zur Schau stellen." Klar sei aber auch: "Gewalt ist und darf kein Mittel des Protests dagegen sein."

Dass sich Strache in den letzten Tagen zum Schirmherrn des WKR-Balls aufgeschwungen hat, lege offen, welche Geisteshaltung hinter der FPÖ steht, so Deutsch: "Dazu passt auch, dass FP-Spitzen in regelmäßigen Abständen darüber Auskunft geben, wie sich ihr Kontaktnetz zu europäischen Rechtsparteien, darunter Rassisten und Nationalisten, weiter verzweigt. Wenn, wie heute die Zeitungen melden, Marine Le Pen den WKR-Ball besuchen wird, dann wird eines überdeutlich: Das ist kein 'normaler' Ball, sondern ein Vernetzungstreffen der europäischen Rechten!"

Der Landesparteisekretär unterstrich: "Die Erinnerung an dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte lehrt uns den Wert unserer demokratischen Errungenschaften. Und dass diese stets entschlossen verteidigt werden müssen - gerade in Zeiten, wo sich rechtsextremes Gedankengut immer offener zeigt." Abschließend hielt Deutsch fest:
"Niemals vergessen, den Anfängen wehren, das ist unsere Verpflichtung gegenüber allen Opfern und den Hinterbliebenen." (Schluss) tr

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