Razborcan: NÖ Landtag spricht sich einstimmig gegen weitere Marktöffnung bei Bodenverkehrsdiensten aus

Deregulierung würde weitere Verschlechterung für MitarbeiterInnen bedeuten

St. Pölten (OTS/SPI) - Einstimmig sprach sich gestern der NÖ Landtag auf Initiative der SPÖ-Niederösterreich gegen eine weitere Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste aus. "Damit ist ein wichtiger Schritt für die ArbeitnehmerInnen am Flughafen Wien-Schwechat gelungen, nun bleibt zu hoffen, dass diese deutliche Stimme aus Niederösterreich auch auf europäischer Ebene Gehör findet", zeigt sich der Europasprecher der SPÖ-Niederösterreich, LAbg. Gerhard Razborcan, erfreut über das klare Votum des Landtages.

Zur Vorgeschichte: Bereits 1996 wurde durch eine Richtlinie der Europäischen Union eine Liberalisierung der Bodendienste auf europäischen Flughäfen begonnen. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass sich dadurch die Qualität der Bodenabfertigung eher verschlechtert als verbessert hat, zudem waren in der Branche ein drastischer Lohnverfall sowie Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zu verzeichnen. Der nunmehrige Änderungsentwurf der Kommission hätte eine weitere Liberalisierung und damit einen verschärften Wettbewerb zur Folge, was eine Verringerung der Qualität einerseits und vor allem ein für die MitarbeiterInnen verheerendes Lohn- und Sozialdumping nach sich ziehen würde. Eine weitere Deregulierung der Bodenverkehrsdienste wäre ein Schritt zu noch weniger ArbeitnehmerInnenrechten im Luftverkehr.

"Der NÖ Landtag hat mit dem nun gefassten, einstimmigen Beschluss, mit dem die Landes- bzw. Bundesregierung ersucht werden, bei allen sich bietenden Gelegenheiten auf die Institutionen der Europäischen Union und auf die Mitglieder des Europäischen Parlaments gegen die geplante Deregulierung der Bodenverkehrsdienste einzusetzen, ein klares Zeichen gesetzt. Wir werden daher auch weiterhin nicht müde werden, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gegen die zu befürchtende Verschlechterung für die MitarbeiterInnen der Bodenabfertigung vorzugehen", so Razborcan abschließend.

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