SOS Mitmensch: Österreich zeigt heute seine zwei Gesichter

Kampf gegen Rechtsextremismus als neues österreichisches Kulturerbe

Wien (OTS) - "Die Österreichische UNESCO Kommission hat mit der inzwischen zurückgezogenen Listung des WKR-Balls unabsichtlich vorübergehend den Rechtsextremismus zum immateriellen Kulturerbe Österreichs erklärt. Wir wollen heute und auch in Zukunft den Kampf gegen Rechtsextremismus zum neuen österreichischen Kulturerbe machen", begründet Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, die von mehr als 60 Organisationen getragene Kundgebung gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus am Wiener Heldenplatz.

SOS Mitmensch weist darauf hin, dass Österreich am heutigen 27. Jänner seine zwei Gesichter zeigt. Österreich zeigt, dass es ein breites Bündnis gegen Rechtsextremismus gibt und dass viele Menschen gewillt sind, ein Zeichen gegen Unrechtsideologien, gegen Hetze und gegen Gewalt zu setzen. Österreich zeigt aber auch sein zweites Gesicht, nämlich dass die extreme Rechte noch immer einen Fuß im Zentrum der Gesellschaft drinnen hat und dass es bisher viel zu oft an konsequentem politischen Handeln gegen Rechtseytremismus gefehlt hat. Rechtsextrem durchsetzte Vereinigungen hätten schon längst aus der Hofburg verbannt und der Skandalball am Holocaust-Gedenktag verhindert gehört.

"Wir sagen heute auf Nimmerwiedersehen zum WKR-Ball in der Hofburg. Aber wir sagen auch, dass es ein verstärktes Bewusstsein für die Gefahren des Rechtsextremismus braucht. Und es braucht ein konsequentes Handeln der Spitzen der Republik gegen schädliche Ideologien, Hetze und Gewalt. Dafür setzen die demokratisch denkenden und handelnden Menschen heute am Wiener Heldenplatz ein starkes Zeichen.", betont Pollak.

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