- 26.01.2012, 13:53:37
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Mit dumpfem Populismus wird man keine Akzeptanz für Sparmaßnahmen ernten!
Linz (OTS) - "Die überwiegende Anzahl der MitarbeiterInnen im
Öffentlichen Dienst sind in Wirklichkeit Klein- und Mittelverdiener.
Ihnen auszurichten, sie sollen von diesen Gehältern noch was abgeben,
weil sie eh einen sicheren Job haben, das ist blanker Zynismus",
zeigt sich der Vorsitzende der GÖD OÖ Dr. Peter Csar erschüttert über
die jüngsten "Abfälle aus der Gerüchteküche" zu den Sparverhandlungen
der Bundesregierung.
Schauen wir uns doch die Einkommensverhältnisse bei den
Straßenfacharbeitern, in der Pflege, bei den Junglehrern,
Jungpolizisten, Schulwarten oder auch den Sozialarbeitern an. Überall
werden nicht nur die Dienstpostenpläne ausgequetscht, sondern damit
auch die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Hand gefährdet.
Die MitarbeiterInnen im Öffentlichen Dienst arbeiten engagiert,
sie sehen aber auch derzeit, dass die Privatwirtschaft für gleiche
Tätigkeiten viel mehr zahlt, als der Öffentliche Dienst. "Versuchen
sie mal einen IT-Spezialisten mit ein paar Jahren Berufserfahrung für
den Öffentlichen Dienst anzuwerben. Die lachen, wenn sie unsere
Gehaltsangebote sehen. Es ist schon jetzt so gut wie unmöglich,
wirklich gute Quereinsteiger als Experten für den Öffentlichen Dienst
zu gewinnen", weiß Csar aus der Praxis zu berichten.
Verwerflich ist auch die Vorgangsweise, eine Berufsgruppe wie die
öffentlich Bediensteten medial zu verunglimpfen und dann das als
Vorwand zu nehmen, diese aus politischen Überlegungen zum Gaudium der
Zaungäste übermäßig und ungerechtfertigt zur Kassa zu bitten! Jeder
muss sich dann fürchten, der nächste zu sein!
Wenn nun den vorhandenen Mitarbeitern auch noch ausgerichtet wird,
sie sollten irgendwelche dubiosen Solidarbeiträge in Kauf nehmen,
zeugt das nicht nur von erschreckend wenig Wertschätzung gegenüber
den eigenen Mitarbeitern, sondern auch davon, wie weit sich viele
Politiker inzwischen nicht nur emotional sondern auch fachlich von
der Basis ihrer eigenen Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst entfernt
haben.
"Viele Politiker wissen nicht mehr, was zumutbar ist. Anstatt sich
einmal kundig zu machen, bedienen sie lieber dem latenten Neidkomplex
der Biertische gegenüber den öffentlich Bediensteten. Mit dieser Art
von Politik wird man aber sicher keine Akzeptanz für Sparpakete
ernten können. Die GÖD wird sich jedenfalls wehren, wenn man glaubt,
die öffentlich Bediensteten zur Melkkuh der Nation machen zu können",
zeigt sich Dr. Peter Csar entschlossen und weiter: "Die
Bundesregierung ist gut beraten, endlich einmal das Einsparungsziel
darzulegen und dann in konstruktiven Verhandlungen ein rasches
Ergebnis zu erzielen - die öffentlich Bediensteten und auch die
Öffentlichkeit erwarten sich zu recht eine rasche Klarstellung!"
Rückfragehinweis:
LAbg. Dr. Peter Csar
0732/7720-11570
0664/1449582
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