- 26.01.2012, 13:34:46
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VSStÖ Linz: Studiengebühren kosten uns das letzte Hemd
Einführung von Studiengebühren würde zu massenhaften Studienabbruch führen!

Linz (OTS) - Bei einer Aktion am Gelände der
Johannes-Kepler-Universität Linz zeigte der Verband Sozialistischer
Student_innen (VSStÖ) Linz mit einem überdimensionalen symbolischen
"letzten Hemd" der Studierenden auf die verheerenden Auswirkungen
einer möglichen Wiedereinführung von Studiengebühren aufmerksam.
"Bei der Einführung von Studiengebühren unter Schwarz-Blau haben etwa
45.000 Studierende ihr Studium abgebrochen. Die Kürzung der
Familienbeihilfe, die Verdoppelung der Kosten für die studentische
Selbstversicherung, die Streichung der Studierendenheimförderungen
und die in Oberösterreich drohende Streichung der Wohnbeihilfe
erschweren das Studium gerade für sozial schwache Studierende ohnehin
schon massiv. Die Einführung von Studiengebühren würde tausende
Studierende das letzte Hemd kosten und einen massenhaften
Studienabbruch herbeiführen.", erläutert Mario Dujakovic,
Vorsitzender des VSStÖ Linz.
"Die Diskussion, die man mit dem Thema Studiengebühren verschleiern
will, ist die der mangelnden Hochschulfinanzierung. Studiengebühren
können keinen nachhaltigen Beitrag zur Hochschulfinanzierung leisten
und sind im besten Fall ein Tropfen auf dem heißen Stein und drängen
tausende Studierende aus dem Studium. Das kann doch nicht Ziel einer
nachhaltigen Hochschulpolitik sein!", zeigt sich Dujakovic empört.
"Die Einführung einer reformierten Erbschafts- und Schenkungssteuer
mit einem Einstiegssteuersatz von 7 Prozent ab einem Freibetrag von
500.000 Euro je nach Verwandtschaftsgrad, brächte 500 Millionen Euro
jährlich. 55 Prozent Einkommenssteuer auf Spitzeneinkommen ab 100.000
EUR und 60 Prozent Einkommenssteuer auf Supereinkommen ab 200.000 EUR
pro Jahr, bringen jährliche Mehreinnahmen von 465 Millionen Euro.
Zusammen ergeben diese Maßnahmen 965 Millionen Euro - eine sozial
gerechte Hochschulmilliarde, die ohne Studiengebühren auskommt.", so
Dujakovic weiter.
"Die jüngsten Aussagen Gabi Burgstallers - selbst Profiteurin eines
gebührenfreien Studiums - zu Studiengebühren sind ein Anschlag auf
sozial schwache Studierende. Anstatt die Expertise der
Österreichischen Hochschüler_innenschaft oder des VSStÖ zu nützen,
kokettiert Burgstaller lieber mit der ÖVP. Studiengebühren sind und
bleiben eine große Hürde, und wir werden das gerne so lange
wiederholen, bis auch Burgstaller es endlich verstanden hat.", so
Dujakovic abschließend.
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Rückfragehinweis:
Verband Sozialistischer Student_innen Linz Mario Dujakovic Vorsitzender Tel.: +436764662979 mailto:[email protected] http://linz.vsstoe.at
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