Berlakovich: Elektrofahrzeuge sind ökologische Zündschlüssel auf dem Weg in nachhaltige Verkehrszukunft

Modellregionen und alternative Fahrzeugflotten beweisen Alltagstauglichkeit der Elektromobilität

Graz (OTS) - "Der Verkehr ist nach wie vor ein massiver
Klimasünder und Elektromobilität ist eine der Schlüsselstrategien, um den Straßenverkehr möglichst ressourcen- und klimaschonend zu gestal-ten. Sie ist die umweltfreundliche, alltagstaugliche Alternative zu Schema-F-Fahrzeugen - nämlich F wie fossil", erklärt Umweltminister Nikolaus Berlakovich anlässlich der Eröffnung der e-mobility conference in Graz. "Österreich ist im Verkehr zu 95% von Erdölimporten abhängig. Je mehr Energie wir aus eigenen, erneuerbaren Quellen beisteuern können, umso unabhängiger werden wir von fossilen, ausländischen Energieträgern und umso schneller erreichen wir das Ziel des Energieautarkie auch im Verkehrssektor", so Berlakovich weiter.

Die österreichische Energiestrategie setzt daher auf Elektromobilität aus 100 % Ökostrom. "Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 rund 250.000 Elektrofahrzeuge auf Österreichs Straßen zu haben und damit jährlich 430.000 Tonnen CO2 einzusparen. Das nützt nicht nur dem Klima, sondern sorgt für Aufschwung in der Wirtschaft und wichtige neue green jobs", betont Berlakovich.

Acht Modellregionen beweisen Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen

Das Lebensministerium hat seine Förderungen für Elektromobilität im Rahmen des Klima- und Energiefonds massiv ausgebaut. In eigens ausgewiesenen Modellregionen wird der Umstieg auf Elektromobilität besonders forciert und eine klimaschonende Verkehrszukunft geprobt. Zu den be-reits bestehenden Regionen Vorarlberger Rheintal, Salzburg, Graz, Wien und Eisenstadt sind mit Jahresbeginn 2012 die niederösterreichische Pendlerregion zwischen Wien und Wiener Neustadt sowie der Raum Klagenfurt hinzugekommen. Zusätzlich hat sich die Österreichische Post AG mit ihrer österreichweit im Einsatz stehenden Nutzfahrzeugflotte dem Modellvorhaben als Partner an-geschlossen.

Mit dem heurigen Jahr eingerechnet hat das Lebensministerium seit 2009 für die Modellregionen 15,6 Millionen Euro Förderungen zur Verfügung gestellt. Der Effekt kann sich sehen lassen: So hat sich etwa das Rheintal zur Region mit der europaweit größten Elektrofahrzeugdichte entwickelt. Auf 100.000 Einwohner kommen dort 80 Fahrzeuge. "Die Elektromotorisierung ist in Österreich mittlerweile höher als in Deutschland: Bei uns kommen 190 Elektroautos auf eine Million Pkw, in Deutschland sind es 80", fügt Berlakovich hinzu.

klima:aktiv mobil fördert Elektromobilität

Mit dem Förder- und Beratungsprogramm klima:aktiv mobil wird ein weiterer Schwerpunkt bei der Umstellung von Fuhrparkflotten gesetzt. Gefördert wird die Umstellung, aber auch die Umrüstung von Fahrzeugen auf alternative Antriebe und erneuerbare Kraftstoffe sowie Investitionen in dazu-gehörige Tankstellen.

Für ihr Engagement im Klimaschutz zeichnet Umweltminister Berlakovich im Rahmen der e-mobility conference in Graz drei neue steirische klima:aktiv mobil Projektpartner aus dem Wirt-schaft- und Tourismusbereich aus. "Durch die Initiativen des Lebensministeriums werden Betriebe, Gemeinden und Institutionen dabei unterstützt, besonders klimafreundlich zu handeln. Sie zeigen, dass der Umstieg auf Elektromobilität nicht bedeutet, auf etwas verzichten zu müssen, sondern große Chancen für Umwelt und Wirtschaft bietet", so Berlakovich abschließend.

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