- 25.01.2012, 11:09:24
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Über Kollektivvertrag verhandeln statt streiken
Verband Druck & Medientechnik empfiehlt Gewerkschaft, an den Verhandlungstisch zurückzukehren
Wien (OTS) - Die Gewerkschaft hat für heute Warnstreiks in
Druckereien angekündigt. Wieviele Mitarbeiter in Druckereien
tatsächlich der Aufforderung folgen, ist noch nicht bekannt. Derzeit
haben nur in einigen Betrieben Versammlungen begonnen. Der Verband
Druck & Medientechnik empfiehlt der Gewerkschaft die Rückkehr an den
Verhandlungstisch. "Die Gewerkschaft sollte mit uns ernsthaft über
den Kollektivvertrag verhandeln statt zu Warnstreiks aufzurufen,"
sagt der Präsident des Branchenverbandes Rudolf A. Cuturi.
"Immerhin hat die Gewerkschaft die Verhandlungen abgebrochen, also
liegt es an ihr, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren,
meint Präsident Cuturi. Und er spart nicht mit Kritik an dem
Verhandlungsteam der Gewerkschaft: "Beide Seiten wissen, dass
kostendämpfende Maßnahmen im Kollektivvertrag notwendig sind, um die
seit Jahren schrumpfende Branche zu stützen. Doch die Gewerkschaft
will anscheinend gar nichts am Kollektivvertrag ändern. Anders können
wir im Verband uns das derzeitige Verhalten der Gewerkschaft nicht
erklären."
Verband Druck & Medientechnik für Richtigstellung
Fakt ist, dass der Verband Druck & Medientechnik eine
Wochenarbeitszeit von allgemein üblichen 40 Stunden statt bisher 37
Stunden sowie das flexible Arbeitszeitmodell erweitern möchte.
"Andere von der Gewerkschaft unterstellten Forderungen sind falsch
oder verkürzt dargestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Druckereien sollen offenbar gezielt verunsichert und so zu Streiks
motiviert werden. Dabei haben wir keine Zeit für Spielchen", so
Rudolf A. Cuturi und verspricht: "Wir werden nicht tatenlos zusehen,
wie immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen."
Drastische wirtschaftliche Lage fordert alle
Allein in den letzten drei Jahren schrumpfte die Zahl der
Beschäftigten im grafischen Gewerbe von 13.000 auf 10.500
Arbeitnehmer. Der Umsatz der österreichischen Druckereien sinkt
stetig, 2011 waren es minus drei Prozent.
"Natürlich reicht es nicht, nur den Kollektivvertrag zu
reformieren, um wieder wettbewerbsfähig zu sein. Aber er ist ein
wichtiger Baustein, um den Druckstandort Österreich zu sichern", so
Rudolf A. Cuturi. Bis zum 31. März 2012 gilt der derzeitige
Kollektivvertrag, das sind noch 9 Wochen. "Bei Goodwill von beiden
Seiten könnte es ohne Weiteres noch zu einem tragbaren Kompromiss
kommen", so Cuturi.
Der Verband Druck & Medientechnik besteht seit 1872. Er ist mit
über 300 Mitgliedsbetrieben die einzige umfassend kompetente und
unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in
Österreich. Präsident: Ing. Rudolf A. Cuturi, Geschäftsführer: Mag.
Werner Neudorfer. Die Anliegen der Arbeitgeber sind unter
www.druckmedien.at/de/druckbranche/kollektivvertrag-2012/ publiziert.
Rückfragehinweis:
Verband Druck & Medientechnik Mag. Christian Handler Tel.: +43 / 01 / 512 66 09 mailto:[email protected] www.druckmedien.at Grünangergasse 4, 1010 Wien
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