Hundstorfer zur AK-Studie: Zielgerichtete Beratung für Menschen mit Migrationshintergrund wichtig

Ministerin Schmied: Förderung der Sprache sowie Stärkung der interkulturellen Bildung

Wien (OTS/SK) - Österreich ist und bleibt ein Einwanderungsland. Das betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Dienstag, im Rahmen der Präsentation der neuen Studie der Arbeiterkammer über Herausforderungen und Lösungen bei der Integration von Migrantinnen und Migranten am Wiener Arbeitsmarkt. Unter dem Titel "MigrantIn ist nicht gleich MigrantIn" diskutierten neben Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Bildungsministerin Claudia Schmied, die Wiener Stadträtin für Integration, Sandra Frauenberger, Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz. Ziel ist es, Fähigkeiten, Chancen und Problemen von Migrantinnen und Migranten aufzugreifen und in den Arbeitsmarktprozess zu integrieren. ****

"Wir haben in Österreich einen hohen Wohlstandsfaktor, gute Wirtschaftsdaten und eine der geringsten Arbeitslosen- und Jugendarbeitslosenquoten in Europa. Aber bei all diesen positiven Zahlen haben wir auch eine große Aufgabe zu bewältigen: Wir haben in Österreich viele ältere und wenig junge Menschen. Daher brauchen wir Zuwanderung", so der Sozialminister. Aus diesem Grund müsse man spezielle Maßnahmen für Migrantinnen und Migranten setzen, sagte Hundstorfer.

Denn diese verfügten häufig über spezielle Fähigkeiten, die in Österreich nicht ausreichend anerkannt würden. "Und hier ist Handlungsbedarf gegeben", betonte Hundstorfer. Ein Kritikpunkt ist etwa, dass in Österreich zu viele politische Stellen für Migration zuständig sind, während in anderen Ländern diese Aufgaben in einem Amt gebündelt sind. Ziel müsse es daher sein, einen "One-Stop-Shop" zu schaffen, der den Migranten die Anerkennung ihrer mitgebrachten Qualifikationen erleichtert. Dazu gibt es eine Arbeitsgruppe unter Einbindung aller betroffenen Ministerien, Länder und NGOs, die vom BMASK eingerichtet wurde.

Ein wichtiger Schlüssel in dieser Debatte ist Bildung. "Das politische Ziel ist klar, wir wollen bestmögliche Bildung für alle jungen Menschen, die in Österreich leben", sagte Bildungsministerin Schmied. Deshalb sind die Förderung der Kenntnisse der deutschen Sprache sowie die Stärkung der interkulturellen Bildung wichtig. Ziel ist es daher, "mehr Personen mit Migrationshintergrund oder Migrationserfahrung für den Lehrerberuf zu gewinnen", bekräftigte die Ministerin.

"Wenn wir einen besseren sozialen Zusammenhalt wollen, müssen wir für alle faire Chancen vom Kindergarten, der Schule, Ausbildung und Weiterbildung und am Arbeitsmarkt schaffen", ergänzte Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel.
"Ziel ist es, gemeinsam Vorurteile abzubauen, um ein positives Klima des Zusammenlebens zu schaffen", sagte Hundstorfer abschließen. (Schluss) mis/mb

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