- 24.01.2012, 14:39:57
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Gelbe Karte für Ministerin Fekter
Linz (OTS) - Der Vorsitzende der Bundesvertretung 09, Gesund- und
Sozialberufe in der GÖD, Johann Hable wendet sich ausdrücklich gegen
die Einsparungsversuche von Finanzministerin Fekter im öffentlichen
Dienst bzw. Gesundheitsbereich.
Wie bekannt wurde sollen 3% Arbeitssicherungsbeitrag bei den
öffentlich Bediensteten eingespart werden.
Auch die Gesundheits- und Sozialberufe der Länder gehören
überwiegend dem öffentlichen Dienst an.
Wie die Studie Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen im
öffentlichen Gesundheitswesen zweifelsfrei ergeben, gibt es viel zu
wenige Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten in diesem Bereich und
die burn out Gefährdung ist wegen Mehrfachbelastung gerade in diesem
Sektor, der überwiegend von öffentlichen Bediensteten sichergestellt
wird, wesentlich höher als überall anders.
Eine Verlagerung der Aufgaben auf private Betreiber kann nicht
erfolgreich sein, da diese die wesentlichen Aufgaben einer
öffentlichen Einrichtung "gleicher Zugang zu Behandlung und Pflege"
nicht gewährleisten. Alle Studien sprechen in diesem Zusammenhang von
Rosinenpicken dh. dass nur wirtschaftlich lukrative Leistungen
übernommen werden. Öffentlich Bedienstete in der Gesundheit leisten
daher einen wesentlichen Beitrag zur gesundheitlichen Absicherung der
Österreicherinnen und Österreicher.
Wesentlich sinnvoller wäre es die öffentliche
Gesundheitsversorgung state oft the art sicherzustellen und nicht
überall überbordende Leistungen zu vermuten. Wir haben derzeit einen
Personalmangel mit den Aussagen der Ministerin schrecken wir Bewerber
für die öffentlichen Krankenanstalten ab.
Das Dilemma wird immer größer!
Die Bundesvertretung 9 stellt fest, dass wir steuerzahlende
Arbeitnehmer für die Defizite der Spekulationsbanken aufkommen müssen
und beim Pflegepersonal wird gespart.
Vorsitzender Hable fordert den Gesetzgeber auf, sich für die
ArbeitnehmerInnen im öffentlichen Dienst sich einzusetzen und die
öffentliche Versorgung in diesem wesentlichen Bereich der staatlichen
Daseinsvorsorge sicherzustellen und nicht immer nur zur Kasse zu
bitten, wenn wieder einmal eingespart werden soll.
Rückfragehinweis:
Johann Hable
Vorsitzender der Bundesvertretung 09 Gesund- und Sozialberufe in der GÖD, Tel.: 0664 2435335
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