• 24.01.2012, 12:20:36
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FPÖ-Fichtenbauer: Darabos erzeugt Propaganda-Wolke, um von Gesamtproblematik des ÖBH abzulenken

Massives Investment verfügbarer Mittel in einige wenige Einheiten ist Etikettenschwindel und darf nicht zur Führungsmaxime und des Österreichischen Bundesheeres werden

Wien (OTS) - Das mit großem Pomp verkündete Versuchsmodell von
Bundesminister Darabos lasse einen Vergleich zu, so heute
FPÖ-Wehrsprecher NAbg. Dr. Peter Fichtenbauer: In einer armen Familie
bildet sich der Familienvater ein, seiner Frau einen Pelzmantel
kaufen zu müssen. Dafür wurde das Geld zusammengekratzt. Die
Anschaffung geht sich aus, aber die Familie hat auf einige Zeit hin
nichts zum Heizen, zum Essen und muss darben.

"Ähnliches geschieht mit den Darabos-Versuchsanordnungen. Es besteht
natürlich kein Zweifel, dass die zur Durchführung eingeteilte
Generalität und deren Offiziere das Beste tun und aufgrund ihres
Könnens die ausgewählten Einheiten bestens zum Funktionieren bringen
werden. Aber auch nur den Anschein erwecken zu wollen, dass das auf
einige wenige Einheiten bezogene Modell auf das ganze Heer
übertragbar wäre, ist schlichtweg das Modell einer vorsätzlichen
Sehtrübung auf die Wirklichkeit", urteilt Fichtenbauer.

"Wenn der Musterverband in der Khevenhüller Kaserne in Klagenfurt,
das Jägerbataillon 25, ohnedies ein hervorragender Verband, als
reiner Kaderverband aufgestellt werden soll und für diesen Zweck
nahezu alle verfügbaren neuen Planstellen nach Kärnten verschoben
werden, so heißt das eben, dass die Planstellen anderswo nicht mehr
verfügbar sind. Ist mit der Errichtung dieses reinen Musterverbandes
und dem damit verbundenen Entzug von Kräften das restliche Heer etwas
Gutes getan oder gar etwas bewiesen?", fragt Fichtenbauer.

"Die Nicht-Verwendung von Grundwehrdienern als Systemerhalter ist von
freiheitlicher Seite seit Jahr und Tag eingefordert worden. Die
Ministerschaft Darabos hätte seit fünf Jahren Gelegenheit gehabt,
diese zwingend gebotene Maßnahme zur Attraktivierung des
Grundwehrdienstes herbeizuführen und hat bisher versagt", so
Fichtenbauer. Die Ausrichtung des Heeres, ohne dass die
Grundwehrdiener zur Systemerhaltung vergeudet werden, habe nichts und
schon gar nichts mit Berufsheer-Fantasien zu tun, sondern stelle eine
staatspolitische Notwendigkeit dar, damit der Grundwehrdienst als
ohne Frust positiv erlebt werde.

"Die ministerielle Versuchsanordnung, bei der großartig verkündet
wird, dass 350 (!) Grundwehrdiener dem rein militärischen Dienst
zugeführt werden, ist eine geradezu lächerlich kleine Zahl im
Verhältnis zu den jährlich einrückenden rund 15.000 Grundwehrdienern.
Diese Miniatur-Verbesserung des Dienstes für bloß 350 Soldaten
verdient eine andere Bezeichnung als "Beginn der Zukunft" laut
Darabos", betont Fichtenbauer.

"Man hätte ansatzweise mit einem seriösen Unterfangen zu tun, würde
nicht der komische Versuch, mittels einer kleinen Propaganda-Wolke
von der Gesamtproblematik abzulenken, unternommen werden. Es müssten
alle einrückenden Grundwehrdiener soldatisch ausgebildet werden, und
nicht als Hilfsdiener für den militärischen Dienst verwendet werden",
so Fichtenbauer. "Durch geeignete Maßnahmen für die Miliz muss
sichergestellt werden, dass die Anschlussverwendung der ausgebildeten
Soldaten für das Heer gesichert wird, und dass durch das massive
Investment verfügbarer Mittel in einige wenige Einheiten nicht
Etikettenschwindel zur Führungsmaxime und des Österreichischen
Bundesheeres gemacht wird."

Rückfragehinweis:

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