FPÖ-Fichtenbauer: Darabos erzeugt Propaganda-Wolke, um von Gesamtproblematik des ÖBH abzulenken

Massives Investment verfügbarer Mittel in einige wenige Einheiten ist Etikettenschwindel und darf nicht zur Führungsmaxime und des Österreichischen Bundesheeres werden

Wien (OTS) - Das mit großem Pomp verkündete Versuchsmodell von Bundesminister Darabos lasse einen Vergleich zu, so heute FPÖ-Wehrsprecher NAbg. Dr. Peter Fichtenbauer: In einer armen Familie bildet sich der Familienvater ein, seiner Frau einen Pelzmantel kaufen zu müssen. Dafür wurde das Geld zusammengekratzt. Die Anschaffung geht sich aus, aber die Familie hat auf einige Zeit hin nichts zum Heizen, zum Essen und muss darben.

"Ähnliches geschieht mit den Darabos-Versuchsanordnungen. Es besteht natürlich kein Zweifel, dass die zur Durchführung eingeteilte Generalität und deren Offiziere das Beste tun und aufgrund ihres Könnens die ausgewählten Einheiten bestens zum Funktionieren bringen werden. Aber auch nur den Anschein erwecken zu wollen, dass das auf einige wenige Einheiten bezogene Modell auf das ganze Heer übertragbar wäre, ist schlichtweg das Modell einer vorsätzlichen Sehtrübung auf die Wirklichkeit", urteilt Fichtenbauer.

"Wenn der Musterverband in der Khevenhüller Kaserne in Klagenfurt, das Jägerbataillon 25, ohnedies ein hervorragender Verband, als reiner Kaderverband aufgestellt werden soll und für diesen Zweck nahezu alle verfügbaren neuen Planstellen nach Kärnten verschoben werden, so heißt das eben, dass die Planstellen anderswo nicht mehr verfügbar sind. Ist mit der Errichtung dieses reinen Musterverbandes und dem damit verbundenen Entzug von Kräften das restliche Heer etwas Gutes getan oder gar etwas bewiesen?", fragt Fichtenbauer.

"Die Nicht-Verwendung von Grundwehrdienern als Systemerhalter ist von freiheitlicher Seite seit Jahr und Tag eingefordert worden. Die Ministerschaft Darabos hätte seit fünf Jahren Gelegenheit gehabt, diese zwingend gebotene Maßnahme zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes herbeizuführen und hat bisher versagt", so Fichtenbauer. Die Ausrichtung des Heeres, ohne dass die Grundwehrdiener zur Systemerhaltung vergeudet werden, habe nichts und schon gar nichts mit Berufsheer-Fantasien zu tun, sondern stelle eine staatspolitische Notwendigkeit dar, damit der Grundwehrdienst als ohne Frust positiv erlebt werde.

"Die ministerielle Versuchsanordnung, bei der großartig verkündet wird, dass 350 (!) Grundwehrdiener dem rein militärischen Dienst zugeführt werden, ist eine geradezu lächerlich kleine Zahl im Verhältnis zu den jährlich einrückenden rund 15.000 Grundwehrdienern. Diese Miniatur-Verbesserung des Dienstes für bloß 350 Soldaten verdient eine andere Bezeichnung als "Beginn der Zukunft" laut Darabos", betont Fichtenbauer.

"Man hätte ansatzweise mit einem seriösen Unterfangen zu tun, würde nicht der komische Versuch, mittels einer kleinen Propaganda-Wolke von der Gesamtproblematik abzulenken, unternommen werden. Es müssten alle einrückenden Grundwehrdiener soldatisch ausgebildet werden, und nicht als Hilfsdiener für den militärischen Dienst verwendet werden", so Fichtenbauer. "Durch geeignete Maßnahmen für die Miliz muss sichergestellt werden, dass die Anschlussverwendung der ausgebildeten Soldaten für das Heer gesichert wird, und dass durch das massive Investment verfügbarer Mittel in einige wenige Einheiten nicht Etikettenschwindel zur Führungsmaxime und des Österreichischen Bundesheeres gemacht wird."

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