Schiefergasbohrungen im Weinviertel: Grüne Niederösterreich bleiben bei Nein zu Bohrungen durch OMV

Enzinger/Krismer: Grüne glauben nicht an Öko-Märchen des Konzerns

St. Pölten (OTS) - Das Kolpinghaus in Poysdorf platzte gestern aus allen Nähten. Grund: Die Informationsveranstaltung der OMV zu den geplanten Bohrungen nach Schiefergas im Weinviertel. Als Vertreterinnen des NÖ Landtags stärkten die stellvertretende Grüne Klubobfrau Helga Krismer und die Grün-Abgeordnete aus dem Weinviertel Amrita Enzinger den rund 500 anwesenden WeinviertlerInnen den Rücken. "Das Interesse der Bevölkerung zeigt: Das Thema lässt in der Region die Wogen hochgehen. Schnell war klar, dass die Angst vor Grund- und Trinkwasserverseuchung, Zerstörung der Natur und die Angst vor den Folgen für den Weinviertel-Tourismus enorm groß ist. Zu Recht", fasst die stellvertretende Klubobfrau Helga Krismer die gestrige Infoversammlung zusammen.
Grün-Kollegin Amrita Enzinger setzt nach: "Die Vertreter der OMV haben es nicht geschafft, den Menschen zu garantieren, dass keine Gefahr droht, die Natur und der Tourismus keinen Schaden erleiden. Im Gegenteil. Man versucht Gemeinden mit Goodies wie z.B. neuen Feuerwehrautos und mehr Nächtigungen durch OMV-MitarbeiterInnen zu beeindrucken. Die WeinviertlerInnen lassen sich aber nicht kaufen. Es geht um ihre Lebensqualität und um die ihrer Kinder und Enkelkinder", so Enzinger.
Vor Ort konnte das Grüne Abgeordneten Duo der OMV aber entlocken, dass das Pilotprojekt (so bezeichnet die OMV die Probebohrungen, Anm.) noch nicht bei den Behörden eingereicht ist: "Das ist die große Chance für die Menschen der Region und für die Politik zu handeln bevor es zu spät ist. Fakt ist nämlich: Es gibt keine Ökomethode, das Schiefergas zu fördern - zum Glück glauben auch die WeinviertlerInnen dem Öko-Märchen der OMV nicht ", so Helga Krismer.
Die Grünen werden kommenden Donnerstag im NÖ Landtag erneut einen Antrag stellen, um die Bohrungen zu verhindern. Resolutionsanträge für Gemeinden im Waldviertel sind vorbreitet und sollen das "Nein" zu den Bohrungen nach Schiefergas untermauern. Der Petitionsausschuss des Parlaments soll sich ebenfalls mit dem Thema befassen. "Wir werden ÖVP und SPÖ dazu zwingen, sich klar für oder gegen die Bohrungen auszusprechen. Das ist man den Menschen schuldig. Die OMV setzt mit den Bohrungen nach Schiefergas auf das falsche Pferd. In einem Zeitalter, wo dringend der Ausbau der Erneuerbaren Energien forciert werden muss, um unabhängig von Öl und Gas zu sein, wäre es schlichtweg Wahnsinn auf eine fossile Quelle wie Schiefergas zu setzen", so die stellvertretende Grüne Klubobfrau Helga Krismer.

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