Leitner/Zellmann: Breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen spricht sich für Gesamtschule und Ganztagsschule aus

Jüngste Studienergebnisse sind ein klarer Arbeitsauftrag an die Bildungspolitik

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Die hohen Zustimmungsraten zu einer Gesamtschule und einer Ganztagsschule sind ein klarer Handlungsauftrag an die Politik", kommentieren LHStv. Dr. Sepp Leitner und Prof. Mag. Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) die Ergebnisse einer aktuellen Repräsentativbefragung, in deren Rahmen 1.064 ÖsterreicherInnen zur Bildungspolitik sowie zur Gesamt- und Ganztagsschule befragt wurden. Zum zurückliegenden Bildungsvolksbegehren muss gesagt werden, dass die mediale Berichterstattung zwar umfassend war, die Bevölkerung sich aber wenig informiert fühlte. Nur rund 20 Prozent der Befragten sagten aus, am Volksbegehren interessiert oder betreffend der Anliegen des Bildungsvolksbegehrens genug im Bilde gewesen zu sein, um eine Entscheidung treffen zu können. Leitner: "Die Ergebnisse der Studie haben aber gezeigt, dass sich vor allem informierte BürgerInnen noch stärker für eine Änderung des bisherigen Bildungssystems aussprechen. Daher ist es eine maßgebliche Aufgabe der Politik, die Menschen über die Anliegen, Zielsetzungen und Reformbemühungen in der Bildungspolitik noch umfassender und detaillierter zu informieren."

"Nach ersten, groben Informationen halten 75 % der Befragten eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen für eine grundsätzlich gute Idee, wobei es auf die konkrete Organisation des Schultyps ankommt. Werden die Befragten detailliert und fachlich ausreichend darüber aufgeklärt, dass mit dem Begriff einer Gesamtschule ein besseres, differenzierteres Schulsystem gemeint ist und dass die Begabungen der SchülerInnen stärker gefördert werden, sprechen sich 82 % für eine Gesamtschule aus", so Prof. Zellmann, der auch darauf verweist, dass Österreich und Deutschland die einzigen zwei Länder in Europa sind, in denen es eine flächendeckende Gesamtschule noch nicht gibt. "Auch in der Frage einer ganztägigen Schule gibt es eine breite Mehrheit in der Bevölkerung. Die Ganztagsschule war ursprünglich ein pädagogisch klar definierter Begriff: Unterricht und Freizeit prägen gleichermaßen den Schulalltag. Auch hier sieht man deutlich, dass sich nach detaillierten Informationen über eine Ganztagsschule 76 % der befragten Personen dafür aussprechen", so Zellmann über die Studienergebnisse.

"Am Ende des Bildungsweges muss es eine gemeinsame, ganztägige Schule geben. Rund drei Viertel der Bevölkerung sind von der gemeinsamen Schule und der Ganztagsschule positiv angetan. Die Befragten wollen gleiche Bildungswege unabhängig vom Standort der Bildungseinrichtung. Die Menschen müssen aber auch über die Arbeit und die Zielsetzungen der Politik und der politisch Verantwortlichen klarer und umfassender informiert werden, um für sich selbst und damit für ihre Meinungsbildung die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Gerade im Bildungsbereich ist es ein Gebot der Stunde, dass die Politik richtungweisend handelt, denn Bildungspolitik ist Zukunftspolitik. Daher ist es wichtig, dass die politischen Entscheidungsträger im Bereich der Schulorganisation und Lehrerbildung die richtigen Vorrausetzungen schaffen, damit eine bessere, individuelle Talentförderung, ein besseres Eingehen auf Begabungen und eine Verbesserung des allgemeinen Bildungsniveaus erreicht wird. Bei der Bildung zu sparen, wäre ein fatales Signal für die Zukunft unserer Kinder", so Leitner abschließend.
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