• 23.01.2012, 13:35:31
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Leitner/Zellmann: Breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen spricht sich für Gesamtschule und Ganztagsschule aus

Jüngste Studienergebnisse sind ein klarer Arbeitsauftrag an die Bildungspolitik

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Die hohen Zustimmungsraten zu einer
Gesamtschule und einer Ganztagsschule sind ein klarer
Handlungsauftrag an die Politik", kommentieren LHStv. Dr. Sepp
Leitner und Prof. Mag. Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und
Tourismusforschung (IFT) die Ergebnisse einer aktuellen
Repräsentativbefragung, in deren Rahmen 1.064 ÖsterreicherInnen zur
Bildungspolitik sowie zur Gesamt- und Ganztagsschule befragt wurden.
Zum zurückliegenden Bildungsvolksbegehren muss gesagt werden, dass
die mediale Berichterstattung zwar umfassend war, die Bevölkerung
sich aber wenig informiert fühlte. Nur rund 20 Prozent der Befragten
sagten aus, am Volksbegehren interessiert oder betreffend der
Anliegen des Bildungsvolksbegehrens genug im Bilde gewesen zu sein,
um eine Entscheidung treffen zu können. Leitner: "Die Ergebnisse der
Studie haben aber gezeigt, dass sich vor allem informierte
BürgerInnen noch stärker für eine Änderung des bisherigen
Bildungssystems aussprechen. Daher ist es eine maßgebliche Aufgabe
der Politik, die Menschen über die Anliegen, Zielsetzungen und
Reformbemühungen in der Bildungspolitik noch umfassender und
detaillierter zu informieren."

"Nach ersten, groben Informationen halten 75 % der Befragten eine
gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen für eine grundsätzlich gute
Idee, wobei es auf die konkrete Organisation des Schultyps ankommt.
Werden die Befragten detailliert und fachlich ausreichend darüber
aufgeklärt, dass mit dem Begriff einer Gesamtschule ein besseres,
differenzierteres Schulsystem gemeint ist und dass die Begabungen der
SchülerInnen stärker gefördert werden, sprechen sich 82 % für eine
Gesamtschule aus", so Prof. Zellmann, der auch darauf verweist, dass
Österreich und Deutschland die einzigen zwei Länder in Europa sind,
in denen es eine flächendeckende Gesamtschule noch nicht gibt. "Auch
in der Frage einer ganztägigen Schule gibt es eine breite Mehrheit in
der Bevölkerung. Die Ganztagsschule war ursprünglich ein pädagogisch
klar definierter Begriff: Unterricht und Freizeit prägen
gleichermaßen den Schulalltag. Auch hier sieht man deutlich, dass
sich nach detaillierten Informationen über eine Ganztagsschule 76 %
der befragten Personen dafür aussprechen", so Zellmann über die
Studienergebnisse.

"Am Ende des Bildungsweges muss es eine gemeinsame, ganztägige Schule
geben. Rund drei Viertel der Bevölkerung sind von der gemeinsamen
Schule und der Ganztagsschule positiv angetan. Die Befragten wollen
gleiche Bildungswege unabhängig vom Standort der Bildungseinrichtung.
Die Menschen müssen aber auch über die Arbeit und die Zielsetzungen
der Politik und der politisch Verantwortlichen klarer und umfassender
informiert werden, um für sich selbst und damit für ihre
Meinungsbildung die richtigen Entscheidungen treffen zu können.
Gerade im Bildungsbereich ist es ein Gebot der Stunde, dass die
Politik richtungweisend handelt, denn Bildungspolitik ist
Zukunftspolitik. Daher ist es wichtig, dass die politischen
Entscheidungsträger im Bereich der Schulorganisation und
Lehrerbildung die richtigen Vorrausetzungen schaffen, damit eine
bessere, individuelle Talentförderung, ein besseres Eingehen auf
Begabungen und eine Verbesserung des allgemeinen Bildungsniveaus
erreicht wird. Bei der Bildung zu sparen, wäre ein fatales Signal für
die Zukunft unserer Kinder", so Leitner abschließend.
(Schluss) df/fa

Rückfragehinweis:
SPNÖ-Landesregierungsfraktion/SPNÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Fiala, Pressesprecher LHStv. Dr. Sepp Leitner
Tel.: 02742/9005 DW 12794, Mobil: 06642017137
mailto:[email protected]
www.noe.spoe.at

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