SPÖ-Kärnten begrüßt Teilnahme des Kärntner Bundesheeres an Pilotprojekt zur stärkeren Professionalisierung

Kaiser: Fakten sprechen für Neuorganisation des Bundesheeres

Klagenfurt (OTS) - Erfreut zeigt sich SPÖ Landesparteivorsitzender LHStv. Peter Kaiser darüber, dass das Kärntner Jägerbataillon 25, Khevenhüller-Kaserne, von Verteidigungsminister Norbert Darabos als Musterverband für das Pilotprojekt im Hinblick auf die Umwandlung des Österreichischen Bundesheeres in eine professionelle Armee ausgewählt wurde. Bis Juli 2012 soll das Bataillon neu strukturiert werden, um die Bedürfnisse eines professionellen Verbands besser erfüllen zu können. Mit der Rekrutierung wird umgehend begonnen.

"Kärnten ist an vorderster Front mit dabei und marschiert mit dem Jägerbataillon 25, Khevenhüller-Kaserne, als Teil des vielbeachteten Pilotprojektes zur Professionalisierung des Bundesheeres in Richtung Zukunft", so Kaiser in Reaktion auf die heute, Montag, von Verteidigungsminister Norbert Darabos, gemeinsam mit Generalstabschef Edmund Entacher und Streitkräftekommandant Generalleutnant Günter Höfler veröffentlichten Pläne zur Zukunft des Bundesheeres.

Konkrete Ziele dieser Pläne sind die Stärkung der Miliz, die Reduktion der Funktionssoldaten und das Aufstellen eines Musterverbandes, der ausschließlich aus Berufs- und Zeitsoldaten besteht. Bis Anfang 2014 wird das Bataillon über eine erste Einsatzbereitschaft für Inlandsaufgaben, ab Juli 2014 über die volle Einsatzbereitschaft verfügen. Zu diesem Zeitpunkt wird das Bataillon neben den bereits heute bestehenden 150 Berufssoldaten über ca. 350 weitere Berufs- und Zeitsoldaten verfügen. Bis 2014 wird das Bundesheer somit auch weitere wichtige Erfahrungswerte im Bereich der Rekrutierung sammeln.

Für Kaiser sprechen die Fakten klar für ein Ende der Wehrpflicht und die Neuorganisation des Bundesheeres in eine professionelle Armee. Als Fakten nennt Kaiser unter anderen die geänderten Anforderung an das Bundesheer, die Mehrheit der europäischen Länder, die die Wehrpflicht bereits abgeschafft hätten, das Vertrauen in die Jugend, die nicht nur bei Wahlen mit sondern auch selbst entscheiden dürfen sollen, ob sie den Dienst an der Waffe versehen wollen, und den Vorteil einer professionellen Armee, die wesentlich effizienter agieren könne, als das mit dem ohnehin bereits durch die ehemalige ÖVP-FPÖ-Regierung zusammengekürzten Grundwehrdienst der Fall sei.

Anstatt ewig weiter zu streiten finde man mit den Pilotprojekten heraus "was Sache ist", indem die Diskussion auf eine aus Zahlen und Fakten bestehende Ebene zurück geführt wird, so Kaiser. "Die Pilotprojekte liefern Zahlen und Daten zur Rekrutierung, zu Kosten etc. Sollte ein Berufsheer eingeführt werden, wird man sich ein Gesamtpaket mit einer Ersatzlösung für den Zivildienst überlegen", so Kaiser.

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