Darabos, Entacher und Höfler präsentieren Pilotprojekte

Freiwilligenmiliz in Salzburg und Niederösterreich, Jägerbataillon 25 als Musterverband aus Berufs- und Zeitsoldaten - 6 Liegenschaften künftig ohne Grundwehrdiener

Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat
heute, Montag, die Pilotprojekte zur Professionalisierung des Österreichischen Bundesheeres präsentiert: Das Klagenfurter Jägerbataillon 25 wird als Musterverband mit ausschließlich Berufs-und Zeitsoldaten organisiert, in Niederösterreich und Salzburg wird jeweils eine Pionierkompanie als Freiwilligenmiliz aufgestellt und sechs militärische Liegenschaften werden künftig ohne Grundwehrdiener betrieben. "Mit den Projekten attraktivieren und stärken wir die Miliz, wir reduzieren die Systemerhalter und wir verbessern die Einsatzbereitschaft drastisch", sagte Darabos bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Generalstabschef Edmund Entacher und Streitkräftekommandant Generalleutnant Günter Höfler.

Die Pilotprojekte sieht Darabos als "Investition in die Zukunft des Österreichischen Bundesheeres". "Wir investieren in die Truppe, in Einsatzbereitschaft und Qualität", sagte Darabos. Die hierfür benötigten Mittel werde man durch Umschichtung im laufenden Budget aufbringen. "Das ist realisierbar. Die Projekte werden durchgezogen, keine Frage", sagte Generalstabschef Entacher. Das Projekt zur Reduktion bei Systemerhaltern werde "wesentliche Erfahrungen bringen", so Entacher.

Streitkräftekommandant Höfler betonte, dass "die Truppe die Projekte eindeutig positiv" sehe. "Der Einsatz hat für die Truppe oberste Priorität. Alles, was die Einsatzbereitschaft erhöht, wird begrüßt. Und die Projekte dienen eindeutig dazu", so Höfler.

Das Pilotprojekt in Salzburg und Niederösterreich, wo jeweils eine Pionierkompanie als Freiwilligenmiliz aufgestellt wird, werde zur Stärkung und Professionalisierung der Miliz beitragen, so Darabos. "Die beiden Kompanien werden mehr üben, rascher einsatzbereit sein und bei erbrachter Leistung eine Erfolgsprämie erhalten", sagte der Minister.

Durch das Reduzieren von Systemerhaltern bei Liegenschaften in Wien, Kärnten und der Steiermark erhöhe man die Qualität der Grundausbildung. "Wir bringen 350 Grundwehrdiener zurück zur Truppe und zum militärischen Kerngeschäft", betonte Darabos. "Diese Reduktion ist ein lange angestrebtes Ziel der Truppe", betonte Streitkräftekommandant Höfler dazu. Derzeit seien rund 60 Prozent aller Grundwehrdiener in der Systemerhaltung und Verwaltung tätig, so der Generalleutnant.

Das Jägerbataillon 25 habe man als Musterverband gewählt, da es sich in einer "traditionell kaderstarken Region befindet und sich in der Vergangenheit bei Einsätzen im In- und Ausland bewährt hat", so Darabos. Das Bataillon wird künftig ausschließlich aus Berufs- und Zeitsoldaten bestehen.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Mag. Stefan Hirsch, Pressesprecher des Bundesministers
Tel.: 050201-1020145
stefan.hirsch@bmlvs.gv.at

oder
Kommunikation/Presse
Tel: +43 664-622-1005
presse@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001