Brustimplantate: EU-Zulassungsverfahren für Medizinprodukte kann zukünftige Skandale vermeiden

EVP-Gesundheitssprecher Richard Seeber sieht EU-Handlungsbedarf / EU-Parlament diskutiert Skandal

Brüssel (OTS) - 23. Jänner 2012 (OTS) Ein europäisches Zulassungsverfahren für Medizinprodukte wie Prothesen, Schrittmacher oder auch Brustimplantate fordert Richard Seeber, ÖVP-Gesundheitssprecher im Europäischen Parlament. "Für Medikamente gibt es einheitliche europäische Zulassungsverfahren, für Medizinprodukte aber nicht. Wenn es jetzt unklar ist, wer eigentlich für die Zulassung der gesundheitsschädlichen Implantate verantwortlich war, zeigt dies, dass es hier eine Gesetzeslücke gibt", so Seeber. Seeber fordert von der Europäischen Kommission eine Revision der Richtlinie über Medizinprodukte. "Es ist klar, dass wir dabei behutsam vorgehen müssen, um die Unterschiedlichkeit von Produkten wie Krücken, Prothesen, Beatmungsgeräten, künstlichen Gelenken oder Zahnkronen zu berücksichtigen. Aber Medizinprodukte, die europaweit gehandelt werden, müssen nach einheitlichen Kriterien und mit eindeutigen Verantwortlichkeiten zugelassen werden", so Seeber. ****

Der Umwelt- und Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments diskutiert am morgigen Dienstag mögliche Konsequenzen aus dem Skandal um gesundheitsschädliche Implantate der französischen Firma PIP.

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