FP-Jung: Darabos in der Zwickmühle wegen "Ballverbot"

Innenministerin kontra Rechtsextremismusvorwurf

Wien (OTS) - Am vergangenen Wochenende fand in der Hofburg der "Offiziersball" statt, der übrigens auch mit der Anerkennung als Weltkulturerbe und vielen Anwesenden in "Galauniform" wirbt, berichtet der Wiener FPÖ-Gemeinderat Mag. Wolfgang Jung. SPÖ-Verteidigungsminister Darabos hat, entgegen der jahrzehntelangen Praxis, die Teilnahme von Uniformierten, nur(!) am WKR-Ball verboten. Begründung für diesen, jeder Gleichbehandlung widersprechenden und rein parteipolitisch motivierten Willkürakt: Für die Teilnahme an Veranstaltungen nicht offizieller Art (also nicht von Bund, Ländern, Gebietskörperschaften, etc.) müsse einen Genehmigung durch das zuständige Militärkommando eingeholt werden. Viele Offiziere des Heeres (Aktive und Miliz) überlegen deshalb übrigens, in Uniform zu erscheinen, um diesen "Tatbestand" rechtlich auszufechten.

Die Beantwortung einer neuen Anfrage des selbsternannten Retters vor dem Faschismus, Grün-NAbg. Öllinger, bekannt auch durch seinen lächerlichen Auftritt der bei der Demo 2010 erwies sich, peinlich genug, als Schuss ins Knie der Ballgegner. Die Innministerin beantwortet nämlich seine Fragen nach rechtsextremen Personen oder Verhaltensweisen auf WKR-Bällen mit einem schlichten Nein. So haben sich nunmehr beide Verbotsgründe (Rechtsextremismus und absichtlich provozierend gewähltes Datum) als konstruiert und unwahr erwiesen, hält Jung fest.

Der Offiziersball wird zwar durch das BMLV unterstützt, hat aber keinen Hoheitsträger als Veranstalter. Nun stellt sich die Frage, ob die Teilnehmer in Uniform, vom Generalstabs- über den Kabinettschef des Bundesministers bis hin zu den mehr oder weniger hinbefohlenen Militärakademikern, alle um eine solche Genehmigung angesucht haben. "Nachdem Besuchern des WKR-Balles mit disziplinären Maßnahmen gedroht wurde, wird es interessant sein, wie Darabos hier reagiert", meint Jung und kündigt dem Zivildiener weitere interessante Informationen für die Öffentlichkeit und parlamentarische Anfragen an - Fortsetzung der Darabos-Sitcom folgt. (Schluss)fp

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