SP-Peschek zu Lehrlingsausbildung: Noch nicht genug Ausbildungsplätze!

Wien (OTS/SPW-K) - "Laut Wirtschaftskammer Wien befinden sich
wieder mehr Jugendliche in der Lehrausbildung. Das ist ein Fortschritt, allerdings gibt es bei weitem nicht genug Ausbildungsplätze für die Jugendlichen in Wien", merkt der SPÖ Wien Lehrlingssprecher und Gemeinderat Christoph Peschek zur heutigen Aussendung der Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank an. Zwar sei es erfreulich, dass die Wiener Unternehmen aktuell um 2 Prozent mehr Lehrlinge ausbilden - sehe man sich aber die Entwicklung der letzten Jahre an, sei dies nur ein äußerst bescheidener Erfolg:
"Ein Langzeitvergleich zeigt deutlich: Gab es 1980 in Wien noch 31.080 betriebliche Lehrstellen, so waren es 2010 in der Wiener Privatwirtschaft nur mehr 13.693 ", stellt Peschek klar.

Bildungsreform und bessere Lehrlingsausbildung

"Ich schließe mich der Aussage von Jank, das Schulsystem brauche eine Reform absolut an - es fragt sich allerdings nur, warum ihre Partei, die ÖVP, sich dann gegen ein modernes Bildungssystem wie die gemeinsame, ganztägige Schule ausspricht", so der SP-Lehrlingssprecher und erklärt weiter "ein wichtiges Ziel ist eine bessere Qualität der Lehrausbildung". Weiters fordert er einen "Berufsausbildungsfonds mit spürbaren Beiträgen von ausbildungsfaulen Betrieben". Ein echtes Herzensanliegen sei für ihn, dass Lehrlinge mit ihrer positiven Lehrabschlussprüfung automatisch auch studieren dürfen. Doch davor müsse noch dringend die Ausbildungsqualität verbessert werden. "Gesetzliches Qualitätsmanagement, verpflichtende betriebliche Ausbildungspläne und Weiterbildung der Ausbildner, externe Qualitätskontrollen und eine Ausweitung der Berufsschulzeit sind dringend notwendig", fordert der SP-Gemeinderat. Peschek wies Andeutungen Janks, wonach die Jugendlichen, durch schlechte schulische Leistungen, selbst für einen fehlenden Ausbildungsplatz verantwortlich seien entschieden zurück und mahnte vor derart ungerechtfertigen Pauschalierungen.

Wien sorgt für Ausbildung von 5000 Lehrlingen

Die Wiener Stadtregierung bildet mit der Ausbildungsgarantie das Fundament für die Zukunftsperspektiven der Wiener Jugend, während der Großteil der Betriebe auf die Jugend schlichtweg vergesse: "Wien sorgt für die Ausbildung von insgesamt mehr als 5000 jungen Menschen, rund 700 Lehrlinge werden in der Stadt selbst, und ca. 500 in Tochterunternehmen wie den Wiener Stadtwerken oder der Wien-Holding ausgebildet. Durch eine qualifizierte Lehrausbildung sichert sie die Zukunftschancen der Jugendlichen und leistet einen wesentlichen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Wien", so Peschek. Die Bandbreite der Berufe reiche dabei von bautechnischen ZeichnerInnen über Bürokaufleute und ChemielabortechnikerInnen bis hin zu GärtnerInnen, TischlerInnen, DruckvorstufentechnikerInnen/Reprografie oder BuchbinderInnen.

Keine Ausreden, sondern schleunigst Handeln

Jedes Jahr gebe es andere Ausreden und Beschwichtigungsversuche, die von der fehlenden Ausbildungsverantwortung der Wiener Wirtschaftsbetriebe ablenken sollen, der geringe Anstieg der Jugendlichen in der Lehrlingsausbildung ändere am Langzeittrend fehlender Ausbildungsplätze nichts: "Hier muss schleunigst gehandelt und gegen gesteuert werden!", appelliert Peschek abschließend. (Schluss)

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