- 20.01.2012, 11:42:49
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Mitterlehner: Thermische Sanierung und seniorengerechtes Bauen forcieren
Wirtschaftsminister bei Enquete "Wohnbau im Wandel" - Demographischer und gesellschaftlicher Wandel bringt neue Herausforderungen und Chancen
Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
eröffnete am Freitag die vom Wirtschaftsministerium veranstaltete
Enquete "Wohnbau im Wandel" und ging dabei auf zahlreiche aktuelle
und künftige Herausforderungen ein. "Wir wollen durch einen breiten
Diskussionsprozess neue Erkenntnisse für eine positive Entwicklung
des Wohnbaus und der dafür notwendigen Anreize und Rahmenbedingungen
gewinnen. Auf dieser Basis können wir auch in Zukunft ein leistbares
Angebot sicherstellen, die Finanzierungsmöglichkeiten optimieren und
den Wohnbau als stabile Größe für die Bauwirtschaft erhalten", sagte
Mitterlehner.
Der demographische und gesellschaftliche Wandel führt dazu, dass
die Zahl der Haushalte in Österreich laut Prognosen von 3,6 Millionen
auf über vier Millionen im Jahr 2030 anwachsen soll. "Diese
Entwicklung verbessert die Auftragslage für die Bauwirtschaft, wird
aber auch neue Fragen zur Leistbarkeit und Finanzierung des Wohnbaus
aufwerfen", so Mitterlehner. Eine aktuelle Herausforderung und
gleichzeitig große Chance sieht Mitterlehner zudem in der
seniorengerechten Adaptierung des Wohnungsbestandes. "Bis 2030 wird
sich die Zahl der Über-80-Jährigen verdoppeln. Dazu verstärkt sich
schon jetzt der Trend zum Altern in den eigenen vier Wänden anstatt
im Seniorenheim", sagte Mitterlehner. "Aus diesen Gründen ist es
überlegenswert, beim nächsten Finanzausgleich auch die Frage einer
erneuten Zweckbindung der Wohnbauförderungsmittel einzubringen und
gemeinsam mit den Ländern zu diskutieren", so Mitterlehner.
Gleichzeitig verstärke sich die Notwendigkeit den Energieverbrauch
zu senken. "Mit der thermischen Sanierung, die der Bund allein im
Vorjahr mit 100 Millionen Euro gefördert hat, können wir in diesem
Bereich nachhaltige Impulse setzen", betonte Mitterlehner.
Aktuelle Studie zeigt funktionierenden Wohnbau in Österreich
Die aktuelle Situation im Wohnbau wurde im Rahmen der Enquete von
Andreas Oberhuber von der Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen
und Planen dargestellt. Hauptaussage seiner im Auftrag des
Wirtschaftsministeriums erstellten Studie ist, dass das
österreichische System der Wohnbaufinanzierung derzeit nachhaltig
wirksame Effekte erzielt und eine gute Versorgung sicherstellt. Zudem
entwickelten sich die Wohnkosten in Österreich vergleichsweise sehr
moderat. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Zahlen des geförderten
Wohnbaus laut Studie einen neuen Trend: Während die Förderung von
Neubauwohnungen (von über 35.000 auf unter 30.000 pro Jahr)
zurückgeht, steigt die Zahl der geförderten Wohnhaussanierungen
deutlich an. In diesem Zusammenhang habe sich insbesondere die
Förderaktion des Bundes für die thermische Sanierung bewährt und eine
starke Konjunkturbelebung erzeugt, so die Studie.
Salzburgs Wohnbau-Landesrat Walter Blachfellner präsentierte bei
der Enquete das Salzburger Modell des "Wohnbauförderungsfonds" und
stellte dieses als Vorbild für andere Bundesländer zur Diskussion.
Generaldirekter Josef Schmidinger analysierte als Vertreter der Erste
Wohnbaubank und s-Bausparkasse die Finanzierungsinstrumente im Licht
der aktuellen Situation am Kapitalmarkt. Bundesinnungsmeister Hans
Werner Frömmel ging indes auf die Bedeutung und Entwicklung des
Wohnbaus sowie auf die Adaptierungsnotwendigkeiten für
seniorengerechtes Wohnen ein. Barbara Steenbergen von der in Brüssel
ansässigen "International Union of Tenants" bewertete das
österreichische Wohnbaumodell aus internationaler Mietersicht.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Pressesprecher des Bundesministers: Mag. Waltraud Kaserer Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34 mailto:[email protected] www.bmwfj.gv.at Mag. Volker Hollenstein Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58 [email protected]
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