• 19.01.2012, 13:01:27
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ORF-Redakteursrat: "Entscheidende Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks"

Nun müssen Änderungen des ORF-Gesetzes folgen

Wien (OTS) - Schon in der unmittelbaren Reaktion des
ORF-Redakteursrats auf die am 23. Dezember verkündeten
Postenbesetzungsvorhaben heißt es, "nichts ist für den ORF
entscheidender als seine Unabhängigkeit, seine Glaubwürdigkeit. Diese
Grundwerte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und damit das
Unternehmen und dessen demokratiepolitische Bedeutung, können nun nur
noch die ORF-JournalistInnen gemeinsam mit einer wachsamen
Öffentlichkeit vor Dauerschäden bewahren." Und "wie es den
ORF-Journalistinnen und Journalisten dann in den seither vergangenen
vier Wochen gemeinsam mit einer breiten, wachsamen Öffentlichkeit
gelungen ist, die Bedeutung eines wirklich unabhängigen ORF
eindrucksvoll zu vermitteln, ist zweifellos eine entscheidende
Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Mit allen damit
verbundenen Verpflichtungen." kommentiert der Vorsitzende des
Redakteursrats, Fritz Wendl die Entwicklungen.

Zu den sich aus den Verpflichtungen des gestärkten
öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört, dass im ORF ab nun
keinerlei, wie immer geartete, Fortsetzung unternehmensschädigender
Postenvergabe mehr möglich sein darf. "In unseren Protesten ist es
nie um den Kampf gegen einzelne Personen gegangen, sondern um das
System der politischen Packelei. Uns geht es um die Unabhängigkeit
des Rundfunks ", sagt der Vertreter der TV-JournalistInnen im
Redakteursrat, Dieter Bornemann. "Und so werden die
ORF-JournalistInnen auch dafür zu sorgen haben, dass sämtliche
geplante - und künftige weitere, notwendige - Strukturänderungen
nicht gegen journalistische Interessen stattfinden können" ergänzt
die Redakteursrätin der Landesstudios, Eva Ziegler.

Vor allem aber, betont die ORF-Redakteursvertretung, wird das in
den letzten Wochen so deutlich manifestierte breite öffentliche
Interesse an einem wirklich unabhängigen öffentlich-rechtlichen
Rundfunk als massive Unterstützung der Bemühungen der
ORF-JournalistInnen und -Journalisten um längst überfällige
Änderungen des ORF-Gesetzes überaus unterstützend sein.

Jetzt muss - und wird es wohl - dazu kommen, dass es sowohl
innerhalb des ORF als auch mit dem Gesetzgeber rasch zu konstruktiven
Gesprächen kommt und die so reichlich frei gewordene positive Energie
längst fällige Änderungen bewirkt.

Der ORF-Redakteursrat
Fritz Wendl, Dieter Bornemann, Eva Ziegler

Rückfragehinweis:

Fritz Wendl
   Tel.: (01)87878 - DW 18500
   Dieter Bornemann
   Tel.: (01)87878 - DW 12457
   Eva Ziegler
   Tel.: 0664-54 056 24

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