ORF-Redakteursrat: "Entscheidende Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks"

Nun müssen Änderungen des ORF-Gesetzes folgen

Wien (OTS) - Schon in der unmittelbaren Reaktion des ORF-Redakteursrats auf die am 23. Dezember verkündeten Postenbesetzungsvorhaben heißt es, "nichts ist für den ORF entscheidender als seine Unabhängigkeit, seine Glaubwürdigkeit. Diese Grundwerte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und damit das Unternehmen und dessen demokratiepolitische Bedeutung, können nun nur noch die ORF-JournalistInnen gemeinsam mit einer wachsamen Öffentlichkeit vor Dauerschäden bewahren." Und "wie es den ORF-Journalistinnen und Journalisten dann in den seither vergangenen vier Wochen gemeinsam mit einer breiten, wachsamen Öffentlichkeit gelungen ist, die Bedeutung eines wirklich unabhängigen ORF eindrucksvoll zu vermitteln, ist zweifellos eine entscheidende Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Mit allen damit verbundenen Verpflichtungen." kommentiert der Vorsitzende des Redakteursrats, Fritz Wendl die Entwicklungen.

Zu den sich aus den Verpflichtungen des gestärkten öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört, dass im ORF ab nun keinerlei, wie immer geartete, Fortsetzung unternehmensschädigender Postenvergabe mehr möglich sein darf. "In unseren Protesten ist es nie um den Kampf gegen einzelne Personen gegangen, sondern um das System der politischen Packelei. Uns geht es um die Unabhängigkeit des Rundfunks ", sagt der Vertreter der TV-JournalistInnen im Redakteursrat, Dieter Bornemann. "Und so werden die ORF-JournalistInnen auch dafür zu sorgen haben, dass sämtliche geplante - und künftige weitere, notwendige - Strukturänderungen nicht gegen journalistische Interessen stattfinden können" ergänzt die Redakteursrätin der Landesstudios, Eva Ziegler.

Vor allem aber, betont die ORF-Redakteursvertretung, wird das in den letzten Wochen so deutlich manifestierte breite öffentliche Interesse an einem wirklich unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk als massive Unterstützung der Bemühungen der ORF-JournalistInnen und -Journalisten um längst überfällige Änderungen des ORF-Gesetzes überaus unterstützend sein.

Jetzt muss - und wird es wohl - dazu kommen, dass es sowohl innerhalb des ORF als auch mit dem Gesetzgeber rasch zu konstruktiven Gesprächen kommt und die so reichlich frei gewordene positive Energie längst fällige Änderungen bewirkt.

Der ORF-Redakteursrat
Fritz Wendl, Dieter Bornemann, Eva Ziegler

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