Gesundheitsberufe-Konferenz - Stöger: Gesundheitsberufe weiterentwickeln - stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit

Hundstorfer: Bis 2020 werden 17.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt - AMS fördert Aus- und Weiterbildung

Wien (OTS/SK) - Ziel der Gesundheitspolitik der Regierung ist es, die Gesundheitsberufe weiterzuentwickeln und das System an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen. Das betonte Gesundheitsminister Alois Stöger heute, Donnerstag, bei der Diskussionsveranstaltung "Altersgerechte Behandlung und Pflege", an der er und Sozialminister Rudolf Hundstorfer teilnahmen. Der Sozialminister betonte in seinem Statement ebenfalls, dass es notwendig sei, im Bereich Gesundheit und Pflege Vorbereitungen für künftige Herausforderungen zu treffen und machte darauf aufmerksam, dass bis zum Jahr 2020 rund 17.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden. ****

Bei der Diskussion, die im Rahmen der Gesundheitsberufe-Konferenz "Zweiter Tag der Gesundheitsberufe" stattfand, betonte Stöger, dass seit seiner Angelobung als Gesundheitsminister bereits einige Gesetzesinitiativen umgesetzt wurden und noch weitere in Vorbereitung sind, die darauf abzielen, die unterschiedlichen Gesundheitsberufe noch stärker miteinander zu vernetzen. "Es geht darum, die Gesundheitspolitik an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen. Die stärkere Vernetzung ist eine Herausforderung im Bereich Kommunikation und Organisation", so Stöger, der weiter ausführt, dass sich der Reformprozess in der Gesundheitspolitik nun an einem Punkt befindet, an dem ein Umdenken stattfinde und die Rolle des Patienten im Gesundwerdungsprozess einen höheren Stellenwert erhält.

Sozialminister Hundstorfer stellte in seinem Statement die Rolle der Pflege in der Gesundheitspolitik in den Mittelpunkt und erklärte, dass man sich in der Pflegepolitik mit dem Pflegefonds "eine notwendige Atempause" verschafft habe. Die Finanzierung der Pflege sei nun bis 2014 gesichert und man arbeite derzeit intensiv an einer nachhaltigen Lösung, die noch im Laufe dieses Jahres präsentiert werde. Der Minister führte weiter aus, dass Österreich über das weltbeste Pflegesystem verfüge und man - damit dies auch so bleibt -noch mehr Menschen finden müsse, die in einem Pflegeberuf tätig sein wollen. "Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen", so Hundstorfer, der weiter betont, dass man hier "doppelgleisig" arbeite, also einerseits Aus- und Weiterbildung durch das AMS fördert und andererseits Maßnahmen von Seiten der Politik setzt, um diese Berufsgruppen besonders gut zu präsentieren. (Schluss) sv/bj

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0002