AKNÖ-Konsumentenschutz erkämpfte 2011 über eine Million Euro

Spitzenreiter sind Probleme bei Telefonie, Finanzen und Werbefahrten

Wien (OTS) - Über eine Million Euro hat der AKNÖ-Konsumentenschutz im Vorjahr für die NiederösterreicherInnen erkämpft. Die größten Probleme gab es rund um Telefonie und Finanzdienstleistungen.

1.175.035 Euro - diesen Betrag haben die AKNÖ-KonsumentenberaterInnen für Niederösterreichs KonsumentInnen im Vorjahr gesichert. 2.628 Mal mussten die AKNÖ-ExpertInnen bei Firmen intervenieren, weil diese nicht bereit waren, auf berechtigte Anliegen zu reagieren. In sieben Fällen unterstützte die AKNÖ ihre Mitglieder vor Gericht. 38.602 KonsumentInnen aus Niederösterreich haben sich über die Hotline der KonsumentenberaterInnen telefonisch beraten lassen. In 9.151 Fällen war ein persönliches Gespräch nötig, um eine Lösung zu finden.

Neue Datenbank gegen Werbefahrten Überhöhte Handyrechnungen, horrende Summen für Datendienste sowie ungebetene Werbeanrufe (Cold Callings) machten 2011 viele KonsumentInnen ratlos. 4.887 NiederösterreicherInnen wandten sich deshalb an die AKNÖ. Im Bereich Internet gab es Probleme mit vermeintlichen Gratisangeboten zu Softwaredownloads oder Bestellungen übers Internet, die nie geliefert wurden. Hier holten sich 2.561 NiederösterreicherInnen Rat. Auch mit Werbefahrten hatten AKNÖ-KonsumentenberaterInnen jede Menge zu tun. Um den dubiosen Machenschaften der dahinter stehenden Firmen einen Riegel vorzuschieben, richtete die AKNÖ im November 2011 in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, der Arbeiterkammer Wien, dem Land Niederösterreich und dem Land Burgenland die "Hände weg von Werbefahrten"-Datenbank ein (www.haendewegvonwerbefahrten.at). Die umfassende Datenbank gibt Auskunft über jene Firmen, von denen KonsumentInnen am besten die Hände lassen sollten. Alleine im November wurde die Datenbank über die AKNÖ-Homepage ganze 25.000 Mal aufgerufen. "Die aktuellen Zahlen belegen: Im Bereich Konsumentenschutz ist nicht nur Beratung sondern auch Prävention wichtig. Die AKNÖ-ExpertInnen halten regelmäßig Vorträge an Schulen, um Jugendliche über ihre Rechte und Pflichten als KonsumentInnen aufzuklären", berichtet AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth.

Dauerbrenner Finanzdienstleistungen Der Hauptteil der insgesamt 4.954 Anfragen drehte sich um Kredite (4.303) und Veranlagungen (651). Dabei sorgten vor allem Fremdwährungskredite für Kopfzerbrechen. Nach einem Höhenflug des Schweizer Franken hat die Schweizer Nationalbank im September 2011 einen Wechselkurs von 1,20 Franken je Euro festgelegt. Doch die große Erleichterung kam damit nicht. "Die meisten Kredite sind endfällig und an einen Tilgungsträger gebunden. Die Tilgungsträger hinken schon seit über einem Jahrzehnt hinter den Prognosewerten hinterher. Außerdem ist nicht davon auszugehen, dass die Kursfixierung über Jahre hinweg aufrecht erhalten werden kann", erklärt der Leiter der AKNÖ-Konsumentenberatung Herwig Rezek. Damit blieb die Fixierung des Schweizer Franken für viele KreditnehmerInnen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Turbulentes Jahr für Reisende Interventionen bei Reiseveranstaltern hatten 2011 wieder Saison. Die meisten der insgesamt 1.496 Anfragen drehten sich um Pauschalurlaube und Flugreisen. Thema Nummer eins war das Reisestorno. Wegen der unsicheren Lage in Nordzypern wollten beispielsweise viele besorgte Eltern die Maturareise ihrer Kinder nach Nordzypern stornieren, Überflutungen in Thailand ließen für einige NiederösterreicherInnen den Urlaub ins Wasser fallen. Auch die politischen Umbrüche in Nordafrika beschäftigten die AKNÖ-KonsumentenberaterInnen. Bis Juni 2011 drehten sich 20 Prozent der Anfragen um Reisestornos von Ägypten- oder Tunesienurlauben.

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