"Plodar": BZÖ-Huber: SPÖ und ÖVP unterstützen deutsche Sprachinsel nicht

"Wegen des Erhalts der österreichischen bzw. Tiroler Kultur, wäre ein österreichisches Engagement dringend notwendig"

Wien (OTS) - Im Nationalrat wurde heute ein vom Osttiroler BZÖ-Abgeordneten Gerhard Huber eingebrachter Entschließungsantrag für eine Unterstützung der deutschen Sprachinseln in Oberitalien von SPÖ und ÖVP abgelehnt. Huber forderte die Bundesregierung auf, den Bewohnern der deutschen Sprachinseln im oberitalienischen Raum -insbesondere den Einwohnern von Sappada - den Zugang zu österreichischen elektronischen Medien zu ermöglichen. "Überdies muss der österreichische Außenminister mit den für das Schul- und Bildungswesen zuständigen Stellen in Italien Kontakt aufnehmen, um in den genannten Regionen einen deutschsprachigen Unterricht zu gewährleisten", forderte Huber.

"Im oberen Piavetal siedelten sich bereits im elften bis dreizehnten Jahrhundert - aller Voraussicht nach aus dem heutigen Osttirol (Innervillgraten) kommend - die ersten Bewohner, genannt "Plodar", in der Gegend rund um den heutigen Ort Sappada bzw. Plodn an.
Nach einigen Phasen der Abwanderung der heimischen Bevölkerung aber auch der Zuwanderung durch ausschließlich italienisch sprechende Personen, wird in den letzten Jahren wieder verstärkt die für die Region so eigentümliche Mundart gepflegt. Leider mangelt es in vielen Bereichen am Zugang insbesondere zu deutschsprachigen Medien", erklärte Huber.

Nicht nur auf Grund der Abstimmung, sondern auch der geographischen Nähe zu Österreich sei gerade der Kontakt zu österreichischen Medien ein wichtiges Element für den Erhalt dieser mittelhochdeutschen Mundart. "Diese Minderheiten fühlen sich vom italienischen Staat in Ausübung der deutschen Sprache diskriminiert und würden sich daher von Österreich wesentlich mehr Unterstützung erwarten. Nicht zuletzt im Sinne der Notwenigkeit des Erhalts der österreichischen bzw. Tiroler Kultur, wäre ein österreichisches Engagement in diesen Regionen dringend notwendig", betonte Huber.

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