SOS Mitmensch: UNESCO und Ministerien blamieren sich mit WKR-Ball bis auf die Knochen

Österreichische UNESCO-Kommission nennt den Ball der extremen Rechten ein "immaterielles Kulturerbe"

Wien (OTS) - SOS Mitmensch übt scharfe Kritik an der österreichischen UNESCO-Kommission und ihren Mitgliedern. Die Kommission hat sich mit der Nennung des rechtsextrem durchsetzten WKR-Balls als "immaterielles Kulturerbe" bis auf die Knochen blamiert. Die Affäre gewinnt zusätzlich an Brisanz und Peinlichkeit durch die Tatsache, dass die Österreichische UNESCO-Kommission unter anderem vom Bund und den Bundesländern beschickt und aus Mitteln des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, des Lebensministeriums sowie des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend gefördert wird.

"Entweder die Österreichische UNESCO Kommission möchte den Rechtsextremismus zu einem immateriellen Kulturerbe Österreichs erklären, was wir jedoch nicht annehmen, oder es herrscht in der von Ministerien beschickten und geförderten Einrichtung eine schockierende Geschichts- und Ahnungslosigkeit. Im 21. Jahrhundert gehört eine rechtsextrem durchsetzte Ballveranstaltung jedenfalls nicht mehr zu einem Erbe, mit dem sich ein Land schmücken sollte. Die Nennung des WKR-Balls als Kulturerbe wirft sowohl auf Österreich als auch auf die UNESCO Kommission ein schiefes Licht. Eine rasche Korrektur ist erforderlich.", so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

SOS Mitmensch fordert von der UNESCO eine Klarstellung, dass sie nicht beabsichtigt, Rechtsextremismus zu einem immateriellen Kulturerbe Österreichs zu erklären. SOS Mitmensch fordert weiters die Österreichische UNESCO Kommission und die darin sitzenden Vertreter der österreichischen Ministerien und Bundesländer dazu auf, die sofortige Streichung des WKR-Balls aus ihrer Liste der "immateriellen Kulturgüter Österreichs" vorzunehmen.

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