Bundesheer: Zwischenbilanz - Lawinen-Assistenzeinsätze vorerst beendet

Soldaten stehen noch bis Mitte April in Bereitschaft

Wien (OTS/BMLVS) - Zwischen 5. und 16. Jänner 2012 flog das Österreichische Bundesheer auf Grund der Schnee- und Lawinenverhältnisse in der Steiermark, in Salzburg, Tirol und Vorarlberg zahlreiche Hilfseinsätze. 14 Bundesheer-Hubschrauber waren im Einsatz. Etwa 200 Soldaten führten in knapp 140 Flugstunden und etwa 2.700 neben Personen- und Gerätetransporten auch Lawinenerkundungen und -sprengungen durch. Die 14 Bundesheer-Hubschrauber stehen gemeinsam mit elf Einheiten mit jeweils 40 Soldaten in ganz Österreich bis Mitte April in Bereitschaft.

Sechs Hubschrauber des Typs Alouette III, drei Agusta Bell 212, ein Bundesheer-Hubschrauber des Typs "OH-58" und vier S-70 "Black Hawk" evakuierten in diesen Tagen mehr als 100 Personen.

Am Montag, den 16. Jänner endete nun auch der Einsatz der Bundesheer-Soldaten in der Steiermark. Ein Hubschrauber vom Typ Alouette III aus Aigen im Ennstal konnte auf der Planneralm in der Steiermark zwischen Sonntag, den 15. und Montag, den 16. Jänner Lawinen mit Hilfe von 20 Sprengungen kontrolliert auslösen.

In Tirol war das Bundesheer mit Radar-Helikoptern im Einsatz. Vergangene Woche machten sich 40 Soldaten auf der Suche nach einem vermissten 15-jährigen Tiroler in der Axamer Lizum. Am 11. Jänner setzte man einen speziell ausgerüsteten Bundesheer-Hubschrauber des Typs AB-212 ein. Ausgestattet mit einem Radargerät kann er Grenzflächen und eventuelle Einschlüsse im Schnee aufzeigen. Die Suche wurde am 12. Jänner vorläufig beendet. In Mayrhofen im Zillertal evakuierten zwei Bundesheer-Hubschrauber des Typs S-70 "Black Hawk" 53 Schifahrer. Weil eine Gondelbahn defekt war, saßen sie im alpinen Gelände fest. Die beiden Hubschrauber flogen von Landeck in den Raum Mayrhofen und brachten die Schifahrer ins Tal.

Von 10. bis 11. Jänner gelang es 53 Soldaten des Gebirgskampfzentrums in Saalfelden und der Stabskompanie des Militärkommandos Salzburg die Pinzgauer Bundesstraße (B 311) von den Schneemassen zu befreien und die Verkehrsverbindungen aus und in den Pinzgau wieder frei zu bekommen. Von 9. bis 10 Jänner waren Salzburger Soldaten in St. Ulrich/Fieberbrunn bei Schneeräumungen im Einsatz.

Am 7. Jänner evakuierte ein Black-Hawk 67 Personen und 1.000 kg Gepäck von der Lindauer Hütte (südlich von Tschagguns) nach Latschau (oberhalb von Schruns) in Vorarlberg. Darüber hinaus wurden zwischen 7. und 10. Jänner Erkundungsflüge im Ausmaß von knapp 95 Stunden im Raum Zell am See, in Tirol und Vorarlberg durchgeführt.

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