AKNÖ: Lohnschere schließt sich in 62 Jahren!

Erst 2074 gleiche Löhne von Frauen und Männern

Wien (OTS) - Geht es mit diesem Tempo bei der Einkommensgleichheit weiter, verdienen Frauen und Männern erst in 62 Jahren dasselbe. Zu diesem Ergebnis kommt die AKNÖ und setzt sich für Maßnahmen ein, die endlich Einkommensgleichheit schaffen könnten.

"Wenn sich die Lohnschere weiterhin in einem Schneckentempo von rund 0,4 Prozent jährlich schließt, werden Frauen- und Männerlöhne erst 2074 endlich gerecht sein", analysiert Christa Bogath, Leiterin der AKNÖ-Frauenpolitik. Das sei bestürzend und frauenpolitisch untragbar. Für Bogath sind Gehaltsangaben in Stellenausschreibungen, verpflichtende Einkommensberichte und der Gehaltsrechner des Frauenministeriums erste wichtige Schritte für eine faire Entlohnung von Frauen und Männern. "Vor allem Tätigkeiten, die als typisch weiblich angesehen werden, wie beispielsweise in der Pflege oder Betreuung, müssen nicht nur gesellschaftlich höher bewertet sondern auch besser bezahlt werden", so Bogath.

Lohnunterschied bei über 30 Prozent

Laut der jüngsten Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria verdienten Frauen 2010 bei Vollzeitbeschäftigung für gleiche Arbeit brutto um 23,7 Prozent weniger als Männer. Geht man von allen Fraueneinkommen aus, liegt der Lohnunterschied noch immer bei über 30 Prozent gegenüber den Männern. Gründe dafür sind vor allem Teilzeitarbeit und schlechter bezahlte Berufe. "Immer noch fehlt adäquate Kinderbetreuung. Das treibt vermehrt Frauen in die Teilzeitarbeit", erklärt die Leiterin der AKNÖ-Frauenpolitik. Denn, derzeit sind laut Bogath rund 77 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten weiblich. Fast die Hälfte aller Frauen arbeitet Teilzeit, während unter den Männern nur jeder Siebte teilzeitbeschäftigt ist.

Rückfragen & Kontakt:

Christa Bogath
Leiterin der AKNÖ-Frauenpolitik
Tel.: 0664/39 20 123
E-Mail: christa.bogath@aknoe.at

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