• 15.01.2012, 12:14:17
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FP-Frigo: Gravierende Mängel bei Turnusarzt- und Facharztausbildung im KAV

Investition in die Ausbildung der Turnus- und Fachärzte ist Investition in die Gesundheitsversorgung der Zukunft

Wien (OTS/fpd) - Auf den EU-weit drohendem Fachärztemangel wird im
KAV nicht reagiert - zwar wurde das Fach Kinder- und
Jugendpsychiatrie zum "Mangelfach" durch Bundesminister Stöger, doch
der KAV hat derzeit lächerliche fünf Ausbildungsstellen, kritisiert
heute der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Univ.Prof. Dr.
Peter Frigo bezugnehmend auf die Ergebnisse der Kontrollamtsprüfung.

"Die Unterversorgung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist
gerade in Wien evident: Ein niedergelassener Kinderpsychiater für
ganz Wien ist wohl ein schlechter Scherz. Hier wird mit der
Gesundheit der jüngsten Wienerinnen und Wiener gespielt. Es sind
sofort wirksame Maßnahmen, wie eine Verdreifachung der
Ausbildungsstellen und eine Verbesserung der Attraktivität im
niedergelassen Bereich zu ergreifen", fordert Frigo.

Laut Kontrollamtsbericht müssen besonders Turnusärzte viel Zeit für
sogenannte Routinetätigkeiten aufwenden, wie z.B. Blutabnahmen,
Injektionen sowie eine immer grösser werdende administrative
Tätigkeit. Diese könnte auch zum Teil von anderen Berufsgruppen, wie
von Pflegern und Sekretären erledigt werden, um mehr Zeit für die
Patienten und die Ausbildung zu haben.

"Ich habe schon vor vielen Jahren in meiner Eigenschaft als
Turnusarztvertreter im KAV diese Zustände kritisiert. Es ist
unglaublich dass die Turnusausbildung bei der Gemeinde Wien immer
noch zu einem großen Prozentsatz aus Routinetätigkeiten, wie Spritzen
und Blutabnehmen besteht - eine moderne Tutorenausbildung mit einem
Ausbildungsverantwortlichen pro Abteilung bleibt dafür aber eine
scheinbar unerfüllbare Vision", bemängelt Frigo weiter.

In einem Modellversuch wurde ein Ausbildungsbeauftragter für jeweils
ein KAV-Spital mit 20 Wochenstunden beschäftigt. Das heißt, dass es
bei der hohen Anzahl an Turnus- und Fachärzten maximal einen
Verwalter gibt. Zusätzlich gibt es keine den Turnusärzten zustehenden
Fortbildungstage, wie z.B. eine Kongressteilnahme, stellt Frigo fest.

"Eine Entbürokratisierung der Ärzteausbildung sowie eine Entlastung
bei den Routinetätigkeiten ist endlich umzusetzen. Weiters ist ein
Ausbildungsverantwortlicher für maximal 10 Turnusärzte von Nöten.
Eine Investition in die Ausbildung der Turnus- und Fachärzte ist
schließlich eine Investition in die Gesundheitsversorgung der
Zukunft, sagt Frigo abschließend. (Schluss) hn

Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle

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