Verband Druck & Medientechnik ruft zur Sachlichkeit auf

Verhandlungen zum neuen Drucker-Kollektivvertrag sollen ohne Anschuldigungen weitergehen

Wien (OTS) - Nach den am Mittwoch abgebrochenen Kollektivvertrags-Verhandlungen kursieren die ersten Gerüchte um Forderungen der Arbeitgeber. Der Verband Druck & Medientechnik beobachtet die Interpretationen der Gewerkschaft mit Sorge. Der Präsident des Branchenverbandes Rudolf A. Cuturi ruft die Gewerkschaft zur Sachlichkeit und Klarstellung auf.

"Die Gewerkschaft betreibt eine verantwortungslose Panikmache bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Druckereien - diese sollen offenbar gezielt verunsichert und so zu Streiks motiviert werden. Das zeugt von keinem guten Stil", richtet Rudolf A. Cuturi der Gewerkschaft aus. Fakt ist, dass beide Seiten wissen, dass sie auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Situation der Druckereibranche nicht um Einschnitte herum kommen. "Immerhin hat die Gewerkschaft angeboten, ernsthaft über Kostendämpfungsmaßnahmen nachzudenken", so Cuturi. Über das Wie und vor allem das Wann sind sich Arbeitgeber-und Arbeitnehmervertreter allerdings noch nicht einig. "Während der Verband Druck & Medientechnik für sofortiges Handeln ist und weder bereit noch gewillt ist, nach den fruchtlosen Verhandlungen der letzten eineinhalb Jahre die Probleme weitere zwei Jahre zu schleppen, tritt die Gewerkschaft dafür ein, dass nebulös formulierte kostendämpfende Maßnahmen erst ab 2014 schlagend werden.", meint Cuturi.

Appell an Gewerkschaft: sachlich weiter verhandeln

Der Verband Druck & Medientechnik wünscht sich Sachlichkeit bei den aktuellen Informationen sowie bei den künftigen Verhandlungen. "Überbordende Emotionen führen nur zu verhärteten Fronten, zu Streiks und zu wirtschaftlichen Einbußen für die ohnedies angeschlagene Branche. Das trifft nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Arbeitnehmer, und das sollte daher kurz- sowie mittelfristig nicht im Sinne der Gewerkschaft sein", so Rudolf A. Cuturi. Bis zum 31. März 2012 gilt der derzeitige Kollektivvertrag noch. Jetzt ist es an der Zeit, einen Kompromiss zu finden. Die Anliegen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegen auf dem Tisch - und sind unter www.druckmedien.at/de/druckbranche/kollektivvertrag-2012/ publiziert. Für die Lohnverhandlungen wurden bereits Termine fixiert. Bis zum 31. März 2012 sind es noch 10 Wochen: "Bei Goodwill von beiden Seiten könnte es ohne Weiteres noch zu einem tragbaren Kompromiss kommen", so Cuturi.

Der Verband Druck & Medientechnik besteht seit 1872. Er ist mit über 300 Mitgliedsbetrieben die einzige umfassend kompetente und unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich. Präsident: Ing. Rudolf A. Cuturi, Geschäftsführer: Mag. Werner Neudorfer.

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