SP-Mörk: Kontrollamt honoriert Neubauprogramm der Pflegewohnhäuser

Qualität, Kosten und Kontrolle der Pflegewohnhäuser stimmen

Wien (OTS/SPW-K) - Der aktuelle Kontrollamtsbericht zur Versorgung der WienerInnen mit Pflegeplätzen durch die Gemeinde Wien und gemeinnütziger Träger bestätigt den Weg des Wiener Geriatriekonzepts. "Der Bericht lobt nicht nur die steigende Qualität der Pflegeplätze", so SP-Gemeinderätin Gabriele Mörk, stellvertretende Gesundheits- und Sozialausschussvorsitzende, "sondern bestätigt auch die angemessenen Errichtungskosten der neuen Häuser sowie die ordnungsgemäße Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden."

Das Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetz (WWPG) setzte 2005 neue Normen für Pflegeeinrichtungen fest. Das hat zu einem Investitionsschub bei städtischen und privaten Pflegeeinrichtungen geführt. Damit erhalten pflegebedürftige WienerInnen ein zeitgemäßes Betreuungsumfeld, in dem sie sich wohl fühlen können. Das Kontrollamt stellte zudem fest, dass "sowohl die privaten Träger als auch der Krankenanstaltenverbund (KAV) und das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) gleichermaßen bemüht waren, den Bewohnerinnen bzw. Bewohnern einen über den baulich-technischen Mindeststandard des WWPG deutlich hinausgehenden Komfort zu bieten".

Die Errichtungskosten der neuen Pflegewohnhäuser und Innovativen Wohn- und Pflegehäuser liegen laut Kontrollamtsbericht zwischen ein und drei Prozent über den ursprünglich geschätzten Errichtungskosten. Hier, so hält der Bericht fest, "bestand seitens des Kontrollamtes somit kein Anlass zur Bemängelung." Die Grundkosten des Pflegewohnhauses Meidling betreffend muss festgehalten werden, dass der Grundkostenanteil den Richtlinien der Wohnbauförderung entspricht. Zudem sind zahlreiche ExpertInnen der Auffassung, dass der Wert eines Grundstücks von der Nutzungsfläche maßgeblich bestimmt wird und nicht vom Grundriss, wie das Kontrollamt meint.

Was den Vergleich der Kosten pro Bett, Quadratmeter Nutzfläche, Brutto-Grundfläche oder Brutto-Rauminhalt der einzelnen Häuser betrifft ist laut Kontrollamt "die Aussagekraft dieser Kennwerte aufgrund konzeptioneller und planerischer Unterschiede der einzelnen Projekte stark eingeschränkt". Die Unterschiede ergeben sich unter anderem aus den unterschiedlichen Schwerpunkten der Träger. So liegt der Focus der Pflegewohnhäuser des KAV nicht nur auf der Pflege sondern auch auf der medizinischen Betreuung chronisch und mehrfach kranker älterer Menschen. Bei privaten Trägern steht vermehrt die Pflege im Vordergrund.

Das Kontrollamt bestätigte der Aufsichtsbehörde Magistratsabteilung 40 (Soziales, Gesundheits- und Sozialrecht), dass "die Behörde Beschwerden umgehend und lückenlos verfolgt" und sie daher "ihrem gesetzlichen Auftrag nachkam und ihre Möglichkeiten im Interesse der Bewohnerinnen bzw. Bewohner ausschöpfte".

Die Anregungen des Kontrollamts wurden aufgegriffen und weitgehend umgesetzt. So wurden Möbel auf den Gängen des Geriatriezentrums Liesing entfernt, um den Fluchtweg zu verbreitern. Im Pflegewohnhaus Leopoldstadt wurde das Fluchtwegekonzept überarbeitet, sodass der gewerberechtlichen Bewilligung der Cafeteria nichts mehr im Wege steht. Im Otto-Wagner-Pflegezentrum wurde im Pavillon 15 ein zweiter Handlauf angebracht. In den neuen Pflegewohnhäusern Leopoldstadt und Meidling wurden nach den Begehungen des Kontrollamts erste Evakuierungsübungen durchgeführt.

"Das Kontrollamt sieht im Neubauprogramm der Pflegewohnhäuser des KAV sowie der neuen Innovativen Wohn- und Pflegehäuser von KAV und KWP eine Erhöhung des Pflege- und Betreuungsstandards in Wien. Damit erreichen wir gleichzeitig mehr Pflegeplätze und eine höhere Qualität", so Mörk abschließend. (Schluss)

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