Cortolezis-Schlager: Weiterentwicklung der Hochschulen bekommt klaren Rahmen

Internationalisierungsstrategie der Universitäten soll in Leistungsvereinbarungen integriert werden

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Eine der dringendsten Herausforderungen im österreichischen Hochschulraum wird es sein, die Differenz zwischen einem gänzlich offenen Hochschulraum und den zur Verfügung stehenden Ressourcen zu beseitigen. Dazu brauchen wir eine zielorientierte Hochschulentwicklung, die verbindliche Entwicklungsziele für das Studienangebot an Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen festlegt", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Aussprache über aktuelle Fragen aus dem Arbeitsbereich des Wissenschaftsausschusses zum "Österreichischen Hochschulplan".

Mit den vorliegenden Eckpunkten zum Hochschulplan bekommt die Weiterentwicklung der Hochschulen einen klaren Rahmen. Ziele des Hochschulplans sind u.a. eine Erhöhung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, eine vermehrte Kooperation und Koordination sowie höchste Qualität in Lehre und Forschung. "Nun geht es darum, weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen zu erreichen", verwies die ÖVP-Wissenschaftssprecherin auf Studienbeiträge und Zugangsregeln.

"Hochschulen brauchen zur Erfüllung ihrer Aufgaben Planungs- und Finanzierungssicherheit. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle konnte gemeinsam mit Finanzministerin Maria Fekter unter wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen bemerkenswerte Summen für die Hochschulen bereitstellen", zeigte sich Cortolezis-Schlager vom klaren Bekenntnis der Regierung zu wichtigen Zukunftsinvestitionen erfreut. Sie hob folgende Zahlen hervor:

  • Das Globalbudget der Universitäten wird im Zeitraum 2013 bis 2015 um 300 Millionen Euro aufgestockt.
  • Über den Hochschulplan-Strukturfonds fließen im Zeitraum 2013 bis 2015 zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Hochschulplan 450 Millionen Euro.
  • Zusätzlich zu diesen 750 Millionen Euro kommen den Hochschulen die schon in Loipersdorf beschlossenen Offensivmittel in Höhe von 240 Millionen Euro - jährlich 80 Millionen Euro - zugute.

Internationalisierungsbestrebungen österreichischer Universitäten vorantreiben

"Die Modernisierungsbestrebungen Russlands bringen neue Chancen der Kooperation. Für Österreich gibt es hier großes Potential für die Intensivierung der Zusammenarbeit. Die Kenntnisse der existierenden internationalen Forschungskooperationen österreichischer Universitäten und Forschungseinrichtungen bilden hierfür einen essentiellen Pfeiler", verweist die Wissenschaftssprecherin auf das Abkommen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit zwischen der Republik Österreich und der Russischen Föderation, das heute ebenfalls in der Ausschusssitzung behandelt wurde. "Ein Instrument zur Sichtbarmachung von Wissenschafts-, Forschungs- und Lehrkooperationen stellt die interaktive Wissenslandkarte dar, die erst vor wenigen Wochen vorgestellt wurde. Sie ermöglicht es, die Kooperationen in Forschung und Lehre in ausgewählten geopolitischen Räumen abzufragen bzw. darzustellen", erläuterte die Abgeordnete.

"Vorbereitend auf die nächste EU-Programmperiode 2014 bis 2020 wird es für Österreich entscheidend sein, dass unsere Hochschulen eine abgestimmte Internationalisierungsstrategie haben. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, dass diese in die kommenden Leistungsvereinbarungen zwischen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und den Universitäten integriert wird", schloss Cortolezis-Schlager.
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