Kärntner Tageszeitung - Kommentar von Michaela Geistler-Quendler: Wer etwas hat, bekommt was dazu

Klagenfurt (OTS) - Es ist ja wirklich nichts Neues, dass die ÖVP der Idee einer Verteilungsgerechtigkeit nichts abgewinnen kann. Mit ihrem Abwehrkampf gegen Vermögensbesteuerung im Kontext der Schuldenbremse beweist sie das jeden Tag. Doch sieht man genauer hin, braucht es gar nicht des Sparpakets, um nachzuvollziehen, für welche Bevölkerungsgruppen das schwarze Herz schlägt. Deutlicher als sonst irgendwo äußert sich dies bei der Familienförderung. Vehement lehnt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die von AK und IV geforderte Zusammenführung aller Einzelleistungen zu einer ab. Diese würde Familien mit vielen Kindern benachteiligen, so sein Argument. Bevorzugt würden durch die neue Regelung Menschen mit geringen und mittleren Einkommen, doch das liegt offenbar nicht in der Absicht der ÖVP.
Ihr Faible für das Familiensplitting ist ein weiterer Beleg dafür. Begünstigt werden durch diese ungerechte Form der steuerlichen Familienförderung vor allem gut verdienende (meist männliche) Alleinverdiener. Wer etwas hat, bekommt etwas dazu.

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