ORF-JournalistInnen demonstrieren Geschlossenheit

1316 Unterschriften für einen unabhängigen ORF, gegen Postenschacher - Pelinka endgültig inakzeptabel

Wien (OTS) - Es ist ein massiver Protest aller ORF-Journalistinnen und Journalisten: Der große Erfolg der ORF-weiten Unterschriften-Aktion der Redakteursvertretung für einen unabhängigen ORF und gegen partei-politische Posten-Besetzungen. Es unterschrieben 1126 hauptberufliche ORF-JournalistInnen und 190 weitere InformationsprogrammmitarbeiterInnen (Freie, Regisseure, Ton- und Bildmeister, etc). In manchen Bereichen wie bei den ORF-AuslandskorrespondentInnen, der Fernsehwissenschaft, bei ORF 3 und im Radio bei der aktuellen Kultur und in der Konsumentenredaktion unterschrieben 100% der JournalIistInnen. Aber auch in den Abteilungen in denen mehr als 90% unterschrieben (zB ORF-Salzburg, aktuelle Fernsehinformation, Radio-Wissenschaft) kann in Anbetracht von Urlauben, Krankenständen und Karenzen von so gut wie lückenloser Beteiligung ausgegangen werden. Insgesamt unterzeichneten mehr als 3/4 aller bei ORF-RedakteurssprecherInnenwahlen Wahlberechtigten das vorbehaltlose Bekenntnis zu einem wirklich unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Und so betont Redakteursratsvorsitzender Fritz Wendl auch "Diese Aktion ist ein Riesenerfolg und ein klares Bekenntnis zur Unabhängigkeit des ORF und zeigt eindrucksvoll, wie groß die Empörung unter den ORF-Journalistinnen und -Journalisten ist." Dieter Bornemann, TV-Redakteursrat ergänzt: "Die Kolleginnen und Kollegen haben sich sogar angestellt, um mit ihrer Unterschrift den Unmut über parteipolitische Besetzungen auszudrücken."

Die Unterschriftenaktion lief vom 29.12 bis zum 10.1. und war die erste ORF-weite in dieser Größenordnung. "Obwohl es in einigen Redaktionen Druck auf die Mitarbeiter gegeben hat, nicht zu unterschreiben und trotz Urlaubszeit und Krankenstände ist die Liste eine mehr als klare Botschaft an die Geschäftsführung, die Parteien und die Öffentlichkeit", sagt die Vertreterin der Landesstudios im Redakteursrat, Eva Ziegler.

Pelinka endgültig inakzeptabel:

Nachdem nun auch noch bekannt wurde, dass Nikolaus Pelinka noch immer Einladungen an die Mitglieder des SPÖ-"Freundeskreises" im Stiftungsrat sowie an Josef Cap und Laura Rudas zu einem Treffen in den Räumlichkeiten des SPÖ-Parlamentsclubs verschickt, kann wohl davon ausgegangen werden, dass nun endlich auch der ORF-Generaldirektor erkennt, wie inakzeptabel eine ORF-Beschäftigung von Nikolaus Pelinka wäre.

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Fritz Wendl
Tel.: (01)87878 - DW 18500
Dieter Bornemann
Tel.: (01)87878 - DW 12457
Eva Ziegler
Tel.: 0664-54 056 24

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