Karlheinz Töchterle: Autonomie ist der wesentliche Gewinn des Universitätsgesetzes 2002

Wissenschafts- und Forschungsminister bekräftigt bei Neujahrsempfang der Universitätenkonferenz "viribus unitis - mit vereinten Kräften"

Wien (OTS) - Beim bereits traditionellen Neujahrsempfang der Universitätenkonferenz (uniko) umriss Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle das Hochschuljahr 2011 und skizzierte die wichtigsten Vorhaben im neuen Jahr. Mit dem Bereitstellen der zusätzlichen Mittel für die Hochschulen - für den Zeitraum 2013 bis 2015 stehen den Hochschulen 750 Millionen Euro mehr zur Verfügung, weiters konnten 240 Millionen Euro Offensivmittel gesichert werden - sei es gelungen, "die finanzielle Situation der Universitäten und Fachhochschulen wesentlich zu verbessern und damit auch den Diskurs zu verändern", so Töchterle.

Nun gelte es auch, "eine angemessene private Finanzierung sicherzustellen", so Töchterle weiter. Er appellierte an die Rektoren, "die Möglichkeiten der Autonomie zu nutzen". Generell unterstrich der Minister den hohen Wert der Autonomie: "Sie ist eine Errungenschaft und der wesentliche Gewinn des Universitätsgesetzes 2002 - und sie wird in vielen Ländern nachgeahmt." Die Autonomie müsse stets auch "neu bestätigt werden und setzt einen verantwortungsvollen und transparenten Umgang voraus, der zu recht auch von der Öffentlichkeit eingefordert wird". Der Minister räumte ein, dass manche "Spannungsbögen unvermeidlich sind - es gilt aber, diese Spannung zu nutzen".

Neben der Finanzierung ging Töchterle auf den Hochschulplan ein, wo gemeinsam mit den Hochschulpartnern bereits eine wichtige Etappe erreicht wurde. Bei der nächsten Etappe gehe es nun darum, die kapazitätsorientierte studierendenbezogene Universitätsfinanzierung (Studienplatzfinanzierung) auf Schiene zu bringen und in deren Rahmen eine Form der Zugangsregelung zu finden. Weiters unterstrich der Minister die bei der Korrektur der Voranmeldung zu Universitätsstudien gewählte Vorgangsweise: "Die gemeinsam mit ÖH und uniko gefundene Lösung könnte und sollte exemplarisch für viele Problemlösungen sein. So unterschiedlich unsere Auffassungen oft sind - gemeinsame Lösungen sind möglich."

Weiters unterstrich Töchterle in Bezug auf die "PädagogInnenbildung NEU", den "Führungsanspruch der Universitäten zu unterstützen". Ziel müsse "Wissen aus erster Hand" sein. Es handle sich "um ein ganz wichtiges Feld für die Zukunft Österreichs" und Töchterle plädierte an die Universitäten, gemeinsam und konstruktiv einen Konsens zu entwickeln - "es braucht ein Miteinander, kein Gegeneinander".

Abschließend bekräftigte der Minister sein zu Amtsbeginn gewähltes Motto "viribus unitis - mit vereinten Kräften": "Wir müssen die Hochschulen gemeinsam positiv weiterentwickeln. Da sind wir bereits auf einem guten Weg und ich lade alle ein, diesen Weg weiter gemeinsam zu beschreiten."

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